Spektakuläre Bauarbeiten: Bauwerk von 1801 wird wieder aufgebaut

Für 28 Millionen Euro: Löwenburg-Sanierung startet bald

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Vor der Zerstörung: So sah der Hauptturm (links) der Burg aus.

Kassel. Der Termin wurde mehrfach verschoben. Doch jetzt steht fest, dass der spektakulärste Teil der Löwenburg-Sanierung im Frühjahr 2016 beginnen wird. Kosten: 28 Millionen Euro.

Gut sieben Jahrzehnte nach der Zerstörung im Krieg wird dann der Hauptturm der Burg wieder aufgebaut. Wenn der in einigen Jahren fertig ist, wird er von der Aussichtsplattform einen grandiosen Rundumblick über den Bergpark bieten.

Lexikonwissen: Die Löwenburg im Regiowiki.

28,1 Millionen Euro stellt das Land Hessen für das nach dem Herkules größte Bauprojekt im Weltkulturerbe zur Verfügung. Eigentlich hätten die Arbeiten am Turm bereits in diesem Jahr ein gutes Stück voran kommen sollen. Der Hauptgrund für die Verzögerung: Das Planungsbüro, das für diesen Teil der Sanierung federführend sein sollte, ging pleite.

Gegen das Ergebnis einer zweiten Ausschreibung habe es zudem eine Klage gegeben. Die sei zwar abgewiesen worden, habe den Zeitplan aber über den Haufen geworfen, sagt Prof. Bernd Küster, der Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel. Es mache keinen Sinn, jetzt noch teure Gerüste für die Außenarbeiten aufzubauen und dann über den Winter ungenutzt stehen zu lassen.

Der Hauptturm, der 1801 fertig gestellten Löwenburg, war in den letzten Kriegstagen durch eine Bombe zerstört worden. Da das Originalmaterial nur noch in geringen Mengen vorhanden ist, wird er jetzt mit einem künstlichen Tuffstein rekonstruiert. Der wurde an der Kasseler Universität entwickelt und soll deutlich haltbarer sein als der Tuffstein aus dem Steinbruch.

Löwenburg im Bergpark Wilhelmshöhe

Trotz der Verzögerungen beim Bau des Turms ist auf der Löwenburg einiges geschehen. Weite Teile des Baus wurden ausgeräumt. Die Burg soll originalgetreu nach Vorlagen aus dem Jahr 1816 wieder eingerichtet werden. Die Rüstkammer und andere Räume bleiben für Besucher auch während des Umbaus geöffnet.

Die Sehenswürdigkeiten des Bergparks als Multimedia-Reportage:

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