Weltkulturerbe

MHK-Chef: „Große Konzerte im Bergpark weiter möglich“

Wahrzeichen und Welterbe: Der Herkules und die Wasserspiele sind eine Attraktion. Großveranstaltungen wie Konzerte sollen im Bergpark Wilhelmshöhe auch künftig möglich sein. Archivfoto: Fischer

Kassel. Wir sind Welterbe! Seit dem vergangenen Jahr feiert Kassel die Aufnahme des Bergparks Wilhelmshöhe mit Herkules und Wasserspielen in das Unesco-Weltkulturerbe. Doch was folgt daraus, welche Verpflichtungen ergeben sich aus diesem Titel?

Aufschluss erhoffte sich die Stadtverordneten in der jüngsten Kulturausschuss-Sitzung von den Verantwortlichen der Museumslandschaft Hessen-Kassel und vom Vorstand des Vereins Bürger für das Welterbe Kassel.

Das Wichtigste vorab: Mit Einschränkungen für die Parkbesucher ist nicht zu rechnen, auch Großveranstaltungen, etwa Konzerte, sind bis zu einer Besucherzahl von 15.000 Menschen laut MHK-Direktor Prof. Dr. Bernd Küster auch künftig möglich.

Die Richtlinien für dem Umgang mit dem Welterbe sind in einem Managementplan niedergelegt, der bereits Teil der Welterbe-Bewerbung bei der Unesco war. Dieser Managementplan enthält die Regeln für den Umgang mit dem Welterbe und soll - nach erfolgter Genehmigung durch die Unesco - demnächst öffentlich gemacht werden.

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In der Kernzone, dem sogenannten Nominierungsgebiet, werde sich überhaupt nichts ändern, ergänzte der für die MHK-Entwicklungsplanung zuständige Dr. Micha Röhring. Zu Konflikten könnte es allenfalls in der Pufferzone kommen, die bis in das Stadtgebiet nach Wahlerhausen reicht - etwa bei Infrastrukturmaßnahmen wie Bauten, die die Sichtachsen einschränken oder größere Verkehrsprojekte.

Küster stellte klar, dass der Bergpark durch den Welterbetitel „unter den Schutz der Weltöffentlichkeit“ gestellt sei. Wie denn in Konfliktfällen die Kommunikation mit der Politik und der Stadtbevölkerung funktioniere, wollte die Grünen-Abgeordnete Helga Weber wissen. Man befinde sich in enger Abstimmung mit der Stadt und auch mit Kassel-Merketing, sagte Küster.

Dass sich unter dem Schutz des Bergparks nicht alle dasselbe vorstellen, offenbarte das Statement von Prof., Hardy Fischer, dem Vorsitzenden des Vereins Bürger für das Welterbe Kassel. Er wünschte sich den Bergpark komplett frei von motorisiertem Verkehr. Küster wies darauf hin, dass der Verkehr innerhalb des Park von Autos und Bussen bereits stark reduziert wurde.

Küster sagte, auch die Pflege des Parks erfordere vermehrte Anstrengungen. So sei mit dem reduzierten Personal die Gartenpflege nicht optimal gewährleistet. Und das Land sei in der Pflicht, die Baumaßnahmen weiterzuführen. Küster plädierte für die Errichtung einer Bauhütte am Herkules, um die fortlaufende Sanierung der Bausubstanz sicherzustellen.

Internet: www.weltkultur-kassel.de

Von Werner Fritsch

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