Parkplätze, Busse, Trams

Nach Verkehrsproblemen: Wie Besucher den Sonntag im Bergpark erlebten

Mit dem Bus zu den Wasserspielen: Viele Besucher nutzten die zusätzlichen Parkplätze an der Ehlener Straße und fuhren von dort mit dem Pendelbus zum Herkules. Fotos: Fischer

Kassel. Sie hatten am Sonntag den schwierigsten Job: Heike Bernhard und Frank Biese mussten Autofahrer, die zum Herkules wollten, am Ehlener Kreuz abweisen. Dort gab es bereits gegen Mittag keinen Parkplatz mehr. Eine Reportage von den Straßen rund um den Bergpark, wo es zuletzt Verkehrschaos gegeben hatte. 

. „Hier ist alles dicht“, rief die Ordnerin den Besuchern zu. Sie und ihr Kollege verteilten Handzetttel, auf denen die zusätzlichen Parkplätze an der Ehlener Straße und die Fahrzeiten der Shuttle-Busse angegeben waren. Die meisten nahmen das Angebot an und fuhren weiter, manche drehten um, dabei kam es zu brenzligen Situationen. „Das ist der Hammer“, sagte die Ordnerin angesichts des Andrangs.

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Doch das befürchtete Verkehrschaos blieb aus. Seit der Anerkennung als Welterbe ist der Ansturm auf den Bergpark an den Wasserspieltagen groß. Auch gestern strömten Tausende aus dem In- und Ausland zu den Wasserspielen. Doch wild auf den Straßen und Feldwegen abgestellte Autos gab es so gut wie nicht zu sehen. Das kurzfristig entwickelte Konzept, mehr Parkplätze am Hohen Gras und mehr Busse anzubieten, ist offenbar aufgegangen.

Auch Martin Worbes stieg in einen Shuttle-Bus der KVG. Eigentlich wollte der gebürtige Kasseler, der in Göttingen lebt, mit seinen Gästen am Herkules parken, wurde dann aber auf die Parkplätze an der Ehlener Straße verwiesen. Dort gab es sogar noch Luft.

Die Zufahrt zum Herkules war da bereits gesperrt. „Wir wussten das nicht“, sagte Worbes über die Verkehrsprobleme rund um den Bergpark. „Dass hier so viel los ist, damit haben wir nicht gerechnet.“ Das große Interesse an seiner Heimatstadt freue ihn aber.

Fotos: Kein Verkehrschaos bei den Wasserspielen

Kein Verkehrschaos bei den Wasserspielen

Doris und Thomas Schröder aus Dortmund warteten ebenfalls auf den Pendelbus. Sie hatten nichts zu kritisieren. „Wenn das so klappt, dass der Bus alle 15 Minuten fährt, ist das keine große Sache“, sagte der Besucher aus dem Ruhrgebiet. Allerdings könne es am Abend etwas knapp werden, weil der letzte Bus kurz vor 18 Uhr am Herkules losfahren würde. Vielleicht wolle man nach den Wasserspielen gern noch eine Stunde länger bleiben.

Gästeführerin Margret Baller hatte andere Sorgen. Es sei gefährlich, die stark befahrene Ehlener Straße zu überqueren, um vom Parkplatz zur Bushaltestelle zu kommen. „Da muss man sich was einfallen lassen.“

„Wir werden uns am Montag zusammensetzen und Bilanz ziehen“, sagte MHK-Pressesprecherin Lena Pralle. Die zusätzlichen Stellplätze an der Ehlener Straße seien sehr gut angenommen worden, es seien auch mehr Menschen mit Bus und Tram gekommen. Ihr Fazit: „Sehr gut.“

Von Ellen Schwaab

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