2000 bis 5000 kommen zu Wasserspielen

Nach Welterbe-Hype: Nur noch halb so viele Bergparkbesucher

Kassel. Der regelmäßige Massenandrang von Besuchern im Bergpark Wilhelmshöhe ist vorbei. Im Herbst vergangenes Jahr kamen an Wasserspieltagen zwischen 6000 und 8000 Menschen. Diese Rekordzahlen hatte der Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel, Prof. Dr. Bernd Küster, angegeben.

Das hat sich jetzt geändert. Nach Angaben der Stadt ist die Zahl um fast die Hälfte zurückgegangen: „Die regulären Wasserspiele wurden in dieser Saison je Tag von 2000 bis 5000 Personen besucht“, sagte Stadtsprecherin Petra Bohnenkamp auf Anfrage der HNA. Diese Zahlen stabilisierten sich auf „gutem aber im Vergleich zur letzten Saison gesunkenem Niveau“.

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Nach der Welterbe-Ernennung 2013 hatte sich die Gästezahl verdreifacht. Kassel hatte damit die Erfahrungen anderer Welterbe-Stätten weit übertroffen. Danach folgen auf die Aufnahme in die Liste der Unesco-Welterbestätten durchschnittlich zehn bis 20 Prozent mehr Besucher.

„Das Phänomen kennen wir von anderen Welterbestätten“, sagte Dieter Offenhäußer, stellvertretender Generalsekretär der Deutschen Unesco-Kommission: „Nach dem ersten Hype gehen die Besucherzahlen zurück.“ Diese Schwankungen beträfen eher kleinere Städte wie Bamberg und Regensburg und weniger Welterbemetropolen wie Köln oder Berlin.

Angelika Hüppe, Leiterin von Kassel Marketing, stellt keine großen Einbrüche fest. Im Gegenteil: „Die Nachfrage nach unseren Bergparkführungen hat sich mit 341 im Mai im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt. Während der jüngsten beleuchteten Wasserspiele haben wir 9000 Besucher gezählt.“

Hier finden Sie den Bergpark im Regiowiki

In Hessen gibt es fünf weitere Welterbestätten: das Kloster Lorsch, die Grube Messel, das Obere Mittelrheintal und den Limes. Seit 2011 sind die Buchenwälder und damit auch der Nationalpark Kellerwald-Edersee ausgezeichnet.

Von Christina Hein

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