Region wartet gespannt

Neue Welterbe in aller Welt: Herkules ist in Wartestellung

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Kassel/Phnom Penh. Japan, China, Katar, Niger, Fidschi, Kanada, Portugal - alle bekommen neue Welterbestätten, aber Kassel wartet weiter. Das Welterbekomitee schaffte es am Samstag nicht, den deutschen Antrag zu erörtern. Vielleicht Sonntag.

Die Zahl der Welterbe-Stätten in aller Welt wächst weiter: Am Samstag schrieb das Welterbekomitee der UN-Kulturorganisation (Unesco) Stätten in China, Japan, Qatar, Niger, den Fidschi-Inseln, Kanada und Portugal in die begehrte Liste. Kassel musste weiter auf eine Entscheidung über den Bergpark Wilhelmshöhe warten. Nach mehr als sieben Stunden teils heftiger Debatten über andere Natur- und Kulturstätten vertagte sich das Komitee bei seiner Sitzung in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh am Abend auf Sonntag.

Wird der Bergpark Welterbe?

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Das Komitee gab grünes Licht für den 3776 Meter hohen japanischen Vulkan Fuji. Der Denkmalpflegebeirat Icomos stellte die Bedeutung des Berges als heilige Stätte heraus und würdigte ihn als Inspirationsquelle für Künstler. Auch die Reisterrassen in der chinesischen Provinz Yunnan fanden allgemeinen Beifall als neues Welterbe. Katar erhielt seine erste Welterbestätte mit dem Fort al Zubarah, die Fidschi-Inseln mit der Altstadt von Levuka.

In Kanada gehört nun eine alte Walfängerstation in Rad Bay zum Welterbe, Niger bekommt das Gütesiegel für die Altstadt von Agadez aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Für Niger war es der dritte Eintrag. Portugal hatte besonderen Grund zum Feiern: Der Icomos war aus Sorge über möglicherweise störende Bauvorhaben von dem Antrag zur Aufnahme der Universität von Coimbra nicht überzeugt und empfahl eine Rückstellung. Die 21 Komitee-Mitglieder wiesen dies zurück.

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Sie beschlossen den Eintrag der ersten portugiesischen Universität, die ihren Ursprung im 13. Jahrhundert hat, in der Liste. Kassel möchte den Herkules und die Wasserspiele im Bergpark Wilhelmshöhe als Welterbe eintragen lassen. Der Denkmalpflegebeirat Icomos hat die Annahme des Antrags empfohlen. Die Experten würdigten die Anlage mit den Wasserspielen als hervorragendes Beispiel aus der Ära des europäischen Absolutismus. Es wäre die 38. Welterbestätte in Deutschland. (dpa/rpp)

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