Neuer MHK-Internetauftritt informiert über Welterbe-Antrag – Film zeigt Bergpark

Neuer Internetauftritt informiert über Welterbe-Antrag

Welterbe-Film: Sensationell schöne Aufnahmen hat Kameramann Gerald Geyer vom Bergpark gemacht. Der Film, den er zusammen mit Manuela Hoss produziert hat, ist Bestandteil der Welterbe-Bewerbung. Foto:  Gerald Geyer/artofemotion/nh

Kassel. Kassels Wasserkünste und der Herkules im Bergpark Wilhelmshöhe sollen Weltkulturerbe werden. Der fast vierhundert Textseiten, 200 Fotos und einen Film umfassende Antrag ist abgegeben worden und liegt seit wenigen Wochen der Unesco in Paris vor.

Ob die Bergparkkünste in die Liste der Welterbe-Stätten aufgenommen werden, entscheiden jetzt die Experten. „Das Ergebnis wird bis Sommer 2013 erwartet“, sagte Kunst- und Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann.

Die Öffentlichkeit soll aber auch weiterhin beteiligt und „über den Bewerbungsprozess informiert bleiben“, sagt Prof. Bernd Küster, Leiter der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK): „Wir haben das Ziel noch nicht erreicht. Die Unterstützung durch die Bevölkerung ist weiter vonnöten.“ Deshalb gibt es jetzt einen neuen Internetaufritt: www.weltkultur-kassel.de, den Kühne-Hörmann gestern im Schloss Wilhelmshöhe vorstellte. Auf den von der MHK betreuten Seiten sind Infos rund um die Bewerbung, zum Antragsverfahren und zu den Aktionen zusammengestellt.

Eva Kühne-Hörmann

Die Ministerin überreichte zudem Vertretern der am Projekt beteiligten Institutionen Kopien des Antrags. Eine Arbeitsgemeinschaft aus Vertretern der MHK, der Stadt Kassel, von Hessen-Forst, des Landesamts für Denkmalpflege und des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst hatte den Antrag seit 2007 erarbeitet. Für Details waren das Regierungspräsidium und das Hessische Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz beteiligt. Auch der Verein „Bürger für das Welterbe“ hatte mitgearbeitet.

„Sie alle haben mit Tatkraft und Einsatz an der Erarbeitung des Konvoluts mitgewirkt und dazu beigetragen, dass der Antrag eine runde Sache geworden ist“, sagte Kühne-Hörmann. Und eine gewichtige obendrein: Als Kulturamtschefin Dorothée Rhiemeier den Packen mit Papieren in Empfang nahm, ging sie erst einmal in die Knie.

HNA-Video: Die Wasserspiele im Bergpark, Teil 1

Videos

- Wasserspiele im Bergpark, Teil 2

- Wasserspiele im Bergpark, Teil 3

Kernstück der Bewerbung ist das rund 280 Seiten starke Nominierungsdossier mit den wesentlichen Aussagen zum „außergewöhnlichen universellen Wert der Wasserkünste und des Herkules“. Hinzu kommt der Managementplan, der auf 190 Seiten den Umgang mit dem Ensemble darstellt. Drittes Element ist eine 200 Fotos umfassende Dokumentation und ein für die Nominierung produzierter Film.

Dieser eindrucksvolle dreiminütige Film von Manuela Hoss und Gerald Geyer wurde gestern erstmals präsentiert. In zehn Tagen wird er auf der neuen Internetseite zu sehen sein. Er zeigt die Wasserkünste in so atemberaubend schönen Bildern, dass sich Bernd Küster nach der Vorführung gleich eine zweite Präsentation wünschte: „Schöner ist nur der Genuss des Originals.“

Die Kopien des Welterbe-Antrags sind im Denkmalamt im Rathaus, Raum W 301, während des Sprechtags am Mittwoch einzusehen.

Von Christina Hein

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.