Welterbe-Berater sind gegen weitere Parkplätze am Bergpark

Parken am Herkules soll Geld kosten

Kassel. Das Parken am Herkules könnte in Zukunft kostenpflichtig werden. Ein Beratergremium, das die Welterbebewerbung des Bergparks begleitet, hat sich gestern gegen weitere Parkplätze ausgesprochen. Stattdessen sollen die vorhandenen Parkplätze „bewirtschaftet“ werden.

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Im Klartext: Wer sein Auto hinter dem Herkules abstellt, soll Gebühren zahlen. Professor Bernd Küster, Chef der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK), die den Bergpark verwaltet, will die Empfehlung der Experten gerne aufnehmen, sagte er gestern während einer Pressekonferenz. Viel mehr ist bisher aber noch nicht klar: Wann die Parkgebühren kommen, wie sie kassiert werden, und wie hoch sie ausfallen werden, steht noch nicht fest. „Der Vorschlag ist seit heute Morgen in der Luft, wir müssen das jetzt erst prüfen“, sagte Küster.

Das Gremium, das den Bergpark seit fünf Jahren begleitet und auf die Welterbe-Bewerbung vorbereitet hat, zeigte sich überrascht, dass nicht schon längst Parkgebühren erhoben werden. Das sei bei allen vergleichbaren Parkanlagen längst der Fall und würde auch finanziell zum Betrieb des Berkparks beitragen.

Hintergrund der Diskussion ist die chaotische Parksituation, die an mehreren Tagen im vergangenen Sommer auf der Zufahrt zum Herkules herrschte. Bei schönem Wetter wollten so viele Menschen mit ihren Autos zu den Wasserspielen, dass zeitweise auf der Zufahrtstraße nichts mehr ging. Vor allem für Busse gab es kein Durchkommen mehr.

Seitdem wird die Zufahrtstraße ab dem Ehlener Kreuz halbseitig zum Parken freigegeben. Das habe die Situation entschärft, sagte Küster. Mehr Parkplätze seien aber nicht die Antwort auf das Problem: „Wir dürfen uns nicht an den wenigen Spitzentagen orientieren.“ Stattdessen sollten die Besucher verstärkt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Bergpark kommen.

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