Stadt an Alternative zum Auto interessiert - Investor steht bereit

Rathaus prüft Pläne für Seilbahn zum Herkules

Kassel. Mit einer Seilbahn zum Herkules könnte das Verkehrsproblem im Bergpark erheblich entschärft werden. Davon ist Achim Wickmann (77) überzeugt. Seit mehreren Jahrzehnten setzt sich der Immobilienkaufmann für dieses Projekt ein. Jetzt bekommt er Rückenwind. „Ich habe die Rückmeldung der Stadt, dass die Pläne konkretisiert werden sollen“, sagt Wickmann.

Er behauptet, dass eine moderne Gondelbahn den Publikumsandrang besser bewältigen könne als jedes andere Verkehrsmittel. Sie sei leise, umweltfreundlich und habe einen weiteren großen Vorteil: Sie würde privat finanziert. Weder die Stadt noch das Land Hessen müssten auch nur einen Euro zuschießen. Der österreichische Seilbahnbauer und Weltmarktführer Doppelmayr habe Kontakt zu Investoren, mit denen das Projekt realisiert werden könne.

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Es gibt bereits Pläne, die nach ersten Gesprächen mit Fachleuten der Stadt jetzt überarbeitet werden sollen. Die Idee: Da die Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) am Rand des Parkplatzes Ochsenallee ohnehin einen neuen Gartenbetriebshof baut, könnte man die Talstation der Seilbahn dort integrieren. So soll gewährleistet werden, dass es keine Beeinträchtigung des Bergparks als Welterbe gibt. „In der Blickachse zum Herkules darf die Seilbahn natürlich nicht zu sehen sein“, sagt Wickmann. Sie soll hinter dem Schlosshotel bis zur Waldschule führen und dort in Richtung Herkules-Parkplatz abknicken.

Stadtsprecher Sascha Stiebing bestätigt, dass es Gespräche zu dem Thema gibt. Die müssten mit der Denkmalpflege und der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) vertieft werden. MHK-Direktor Prof. Bernd Küster ist bislang skeptisch, will aber einer genaueren Prüfung nicht vorgreifen.

Von Thomas Siemon

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