Herkulesplateau bald gebührenpflichtig?

Wasserspiele im Bergpark: KVG streicht geplante Busse

Kassel. Zur Wasserspielsaison im Bergpark Wilhelmshöhe ab dem 1. Mai lässt ein vollständiges Verkehrskonzept für die erwarteten Besuchermassen an der neuen Welterbestätte weiter auf sich warten.

Eine geplante KVG-Busverbindung vom Parkplatz Ochsenallee durch das Druseltal zum Herkules wird es vorerst nicht geben, weil sich das Land Hessen nicht an einem Finanzierungskonzept beteiligt.

Die Wasserkünste im Regiowiki

Es gehe dabei nicht allein um Geld, sondern auch um organisatorische Fragen, sagte KVG-Vorstand Dr. Thorsten Ebert am Montag in einer Pressekonferenz im Rathaus. Das Problem: Von vielen hundert auswärtigen Wasserspielbesuchern, die ihre Autos auf den Parkplätzen unterhalb vom Schloss stehen lassen und dann in einen Bus drängen würden, habe so gut wie niemand ein KVG-Ticket. Es sei kaum möglich, alle mit einem Fahrschein zu versorgen und dabei bis zum Beginn der Wasserkünste noch einen Fahrplan einzuhalten.

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Nach Planung der Stadt sollte das Problem gelöst werden, indem die Parkplätze nahe dem Schloss sowie am Herkulesplateau gebührenpflichtig gemacht werden. So könnten die Parkscheine zugleich als KVG-Ticket gelten, aus den Einnahmen ließe sich außerdem der Bus-Zubringerverkehr finanzieren. Das Aufstellen von Parkautomaten dort müsste aber vom Land Hessen genehmigt werden, erläuterte Kassels Verkehrsdezernent Christof Nolda. Doch das Land habe bislang keine Reaktion auf entsprechende Vorstöße der Stadt gezeigt.

Auch der bisherige KVG-Bus 23 vom Parkplatz in den Bergpark hinein soll im Lauf des Mai entfallen. Damit mobilitätseingeschränkte Besucher zu den Wasserkünsten gelangen können, will die Museumslandschaft Hessen Kassel diese Lücke provisorisch mit einem eigenen Parkbus-Verkehr schließen: Zwei Midi-Busse sollen an Wasserspieltagen im halbstündlichen Takt vom Parkplatz Ochsenallee via Schloss und Löwenburg zu den Herkules-Kaskaden fahren.

Von Axel Schwarz

Rubriklistenbild: © dpa

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