Weltsolarkongress in Kassel: 10.000 Arbeitsplätze in der Region als Ziel

Kassel. Den weltweit größten Kongress für Solarenergie richtet die Universität Kassel zusammen mit der Solar Energy Society vom 28. August bis 2. September aus. Thema wird dabei unter anderem sein, wie Solarenergie mehrere Tausend Jobs in der Region schaffen kann.

Im Kongress Palais Kassel werden über 700 Wissenschaftler aus der ganzen Welt über solares Heizen und Kühlen, Solararchitektur und Windenergie diskutieren.

Auch für Unternehmen der Branche, wie zum Beispiel den Marktführer SMA aus Niestetal und den Heiztechnikhersteller Viessmann aus Waldeck-Frankenberg, ist der Weltkongress ein wichtiger Treffpunkt.

Dass Kassel zum Veranstaltungsort des Kongresses gewählt wurde, ist nicht verwunderlich. Gelten doch Nordhessen und damit auch die Stadt und der Landkreis Kassel längst als Modellregion. Mit der „europaweit sicherlich einmaligen Konzentration von Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen sowie Unternehmen im Bereich regenerativer Energie“ begründete der wissenschaftliche Leiter des Kongresses, Prof. Dr. Klaus Vajen, die Wahl Kassels. 

Eine Entwicklung, die auch neue Arbeitsplätze schafft. Dr. Gerold Kreuter, Energieexperte bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel, verweist auf eine Studie des Netzwerks „deENet“ in Zusammenarbeit mit der Universität Kassel, nach der es bis 2012 in Nordhessen und dem Altkreis Marburg 10.000 Arbeitsplätze in den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz geben soll - inklusive der 5500 Jobs von SMA. Schwerpunkte liegen dabei auf Fotovoltaik-Systemen und Solarthermie.

Wie rapide sich der Solarmarkt in der Region entwickelt hat, zeigt ein Blick auf die Statistik der IHK. Gab es in der Solarbranche 2005 (Stand jeweils Ende Dezember) im Kreis 55 und in der Stadt Kassel 24 Firmen, betrug das Verhältnis Kreis/Stadt 2007 schon 121 zu 28 und 2008 nach einem großen Sprung 294 zu 31. 2011 (Stand Ende April) saßen im Kreis 329 Solarbetriebe und in der Stadt 34.

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