Wenn die Flöte fade wird

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Saxophon statt Querflöte: Wer den Spaß an seinem Instrument verloren hat, sollte über Alternativen nachdenken.

Kassel. Geige üben, zum Klavierunterricht gehen: Schon beim Gedanken daran wird vielen Jungs und Mädchen mulmig. Dabei hat ihnen das Musikmachen oft großen Spaß gemacht – zu Grundschulzeiten, als noch nicht drei Klassenarbeiten pro Woche anstanden oder Cliquenabende weniger interessant waren.

Doch die Freude am Musikmachen lässt sich zurückgewinnen, zum Beispiel durch das gemeinsame Spielen mit anderen Jugendlichen. Und selbst für einen Wechsel des Instruments ist es längst noch nicht zu spät.

„Wenn man mit seinem Instrument einen Durchhänger hat, dann kann das unterschiedliche Gründe haben“, sagt Claudia Wanner vom Verband Deutscher Musikschulen. Einer davon ist, dass der Klavier- oder Gitarrenlehrer sein Handwerk zwar bestens versteht, den sich wandelnden Musikgeschmack seiner Schüler aber nicht beachtet und auf klassische Stücke – oder Volkslieder – besteht. In solchen Fällen kann es ratsam sein, sich nach einem anderen Lehrer umzuschauen. „Damit kommt möglicherweise neuer Schwung rein“, sagt Wanner.

Umsatteln als Jugendlicher

Manchmal ist das Problem aber nicht der Geigenlehrer, sondern die Geige: Wer weiß, dass er kein neuer Mozart werden und lieber Rockmusik spielen will, hat oft wenig Lust, die Fiedel immer wieder in die Hand zu nehmen und würde gern auf die Gitarre umsatteln. Auch das ist kein Problem, wie Ole Seelenmeyer vom Deutschen Rock- und Popmusikerverband betont: „Das Alter von 12 bis 16 ist das Beste, um musikalisch zu neuen Ufern aufzubrechen.“

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Vielen verdirbt es über die Jahre hinweg den Spaß, immer allein im stillen Kämmerchen zu üben. In solchen Fällen gilt es, nach gleichaltrigen Mitstreitern zu suchen. Das bedeutet, sich einem Ensemble vom Jugendorchester bis hin zur Schülerband anzuschließen – oder selbst etwas auf die Beine zu stellen. „Was Musiker mit Sicherheit dazu verführt, weiterzumachen, ist das gemeinsame Spielen – und zwar mit einem Ziel: dem Auftritt“, sagt Ole Seelenmeyer. „Dabei kommen die Glückshormone.“ (dpa)

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