Klangpfad Park Schönfeld hat drei neue Objekte, die Lust aufs Ausprobieren machen

Wenn Steine summen

Musikalisches Geländer: Durch das Anschlagen der Metallstreben entstehen verschiedene Töne. Prof. Walter Sons (rechts) dirigiert das ungewöhnliche Orchester. Fotos: De Filippo

Wehlheiden. Jonas holt aus. Der Achtjährige muss sich ein wenig strecken, um mit dem Hammer an die große Holzscheibe zu gelangen. Dann schlägt er gegen das Holz, und ein satter Ton erklingt. Ausprobieren ist das große Motto auf dem Klangpfad am Park Schönfeld. Seit wenigen Tagen hat das von Professor Walter Sons initiierte Projekt drei neue Attraktionen.

„Klanggitter“ heißt das Objekt, das Werner Redeker für den Pfad geschaffen hat. An der Treppe, die vom Schlösschen zum Park führt, hat der Künstler ein auf den ersten Blick unscheinbares Geländer angebracht. Durch Streben aus Edelstahl wird es jedoch zum klingenden Kunstwerk. Spaziergänger können mit Stäben gegen das Gitter schlagen und so unterschiedliche Töne erzeugen.

Wenn Menschen den Summstein von Gunnar Ravn ausprobieren, ist das zugegeben ein etwas merkwürdiger Anblick. Die Skulptur hat ein Loch, in das der Besucher seinen Kopf stecken muss. Wenn er dann zu summen beginnt, verstärkt der Stein das Geräusch, bis ein intensives, vibrierendes Brummen entsteht.

Schon optisch ein Erlebnis ist der Klangbalken von Michael Wilkens. Unten eine aufwändige Konstruktion aus dunklem Holz, oben hängt zwischen den Bäumen eine große Scheibe. Mit speziellen Hämmern kann der Besucher Balken und Scheibe anschlagen und so sein Rhythmusgefühl schulen. Beim Aufbau halfen die Mitarbeiter der kommunalen Arbeitsförderung. Sie gossen die Fundamente und installierten die Einzelteile.

Mit den neuen Werken umfasst der Pfad nun sechs Klangobjekte. Zehn sollen es am Ende sein. Doch noch fehle das Geld, um die restlichen Projekte umzusetzen, sagte Walter Sons in einer Rede. Weitere Informationen und die Spendenkontonummer gibt es im Internet. (pdf)

www.klangpfad-kassel.de

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