Halbzeit bei „Soziale Stadt“: Bereits viele Millionen im Wesertor investiert

Neuer Treffpunkt: Aus einem ehemaligen Kirchengebäude wird an der Weserstraße ein Stadtteilzentrum. Diakonie und Kulturzentrum Schlachthof werden es betreiben. Foto: Schachtschneider

Kassel. Im Stadtteil Wesertor hat sich vieles verändert: Seit fünf Jahren werden mit Geld aus dem Bund-Länder-Förderprogramm „Soziale Stadt“ sowohl bauliche wie soziale Projekte vorangebracht. Zur Halbzeit des zehnjährigen Förderzeitraums zieht die Stadt Bilanz.

Eines der größten Vorhaben ist die neue Grünanlage Bleichwiesen am Fulda-Ufer, die im nächsten Jahr weiter ausgebaut werden soll.

In den fünf Jahren seien 8,5 Mio. Euro in den Stadtteil investiert oder für anstehende Projekte bereits bewilligt worden, sagt Carl Flore vom Stadtplanungsamt. Dabei würden an die Stadt aus dem Programm „Soziale Stadt“ nur fünf Mio. Euro in den zehn Jahren fließen. Der Rest sei aus EU-Fördertöpfen (Efre-Mittel) gekommen, die mit Projekten der „Sozialen Stadt“ kombiniert worden seien.

Eines der teuersten Projekte ist die neue Grünanlage Bleichwiesen, durch die ein Fuß- und Radweg an der Fulda entlangführt. Im ersten Bauabschnitt wurden 1,6 Mio. Euro investiert. Nächstes Jahr soll der zweite Abschnitt folgen, bei dem auch eine Fußgänger- und Fahrradbrücke über die Ahne gebaut werden soll, die auf den Bleichwiesen in die Fulda mündet. Bislang endet der Weg noch an der Ahne-Mündung, 2013 gäbe es dann einen durchgehenden Weg an der Fulda entlang, der weiter in Richtung Wolfsanger führt.

Weiteres Geld ist in das derzeit entstehende Stadtteilzentrum an der Weserstraße, den Kinderbauernhof an der Schützenstraße, den Umbau der Gartenstraße, die Jugendsportanlage Freestyle-Halle und diverse soziale Projekte geflossen. Bei einigen Projekten wurden auch private Stifter mit ins Boot geholt. So hatte die Star-Care-Stiftung den Kinderbauernhof unterstützt.

Erste Ergebnisse hat auch das Haus- und Hofflächenprogramm, das ebenfalls mit Geld der „Sozialen Stadt“ ausgestattet wurde, vorzuweisen: Am auffälligsten ist die Sanierung des Hauses Schützenstraße 2. Das allein stehende Jugendstilgebäude war viele Jahre in einem schlechten Zustand.

Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) findet, die Qualitäten des Stadtteils seien dank des Fördergeldes nun präsenter. „Es hat sich nicht nur baulich etwas getan, sondern auch an der Wahrnehmung des Stadtteils“, sagt Nolda. Ähnlich sieht es Jugenddezernentin Anne Janz (Grüne): Mit der Verknüpfung von städtebaulichen und sozialen Projekten sei viel erreicht worden.

Für Nolda kommt die Aufwertung des Stadtteils pünktlich mit anderen Entwicklungen zusammen. Durch den Ausbau der Uni würden auch die Bewohner vielfältiger.

Neben der neuen Ahne-Brücke werden 2013 der Bürgipark (Ysenburgstraße) und die Hartwigstraße umgestaltet, Spielplätze saniert und die Außenanlagen an der Freestyle-Halle umgebaut.      Mehr unter: http://regiowiki.hna.de/Wesertor

Von Bastian Ludwig

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