Schule ist Baustelle

Fachräume des Goethe-Gymnasiums werden für 3,6 Millionen Euro saniert

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Innenausbau läuft auf Hochtouren: Kevin MacAllister von der Firma Bode Holzbau vermisst die freigelegte Betondecke der Pausenhalle, um die richtigen Maße für die spätere Verkleidung zu ermitteln. 

Wesertor. Fachunterricht konnte im Goethe-Gymnasium II im Wesertor schon mal zur Tortur werden: Einfach verglaste Fenster boten vor dem Lärm des starken Autoverkehrs auf der unmittelbar angrenzenden Schützenstraße kaum Schutz, strahlende Sonne heizte die Räume auf.

Im Sommer hätten Schüler deshalb schon mal mehrere Tage in andere Räume umziehen müssen, erinnert sich Hausmeister Ingo Brandl. Daneben war der aus den 1950er-Jahren stammende Gebäudekomplex ein wahrer Energiefresser.

Das ist Vergangenheit. Die Stadt saniert seit Dezember 2016 den Komplex für 3,6 Millionen Euro von Grund auf. Pünktlich zum Start des neuen Schuljahrs im August sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Das Gebäude wurde bis auf das Betongerippe entkernt und mit einer modernen Wärmedämmung versehen. Ein Pavillon im Erdgeschoss wurde ganz abgerissen. Dort wurde ein Aufenthaltsraum für Schüler neu erbaut. Sämtliche Fenster sind dreifach verglast. Eine Lüftungsanlage gewinnt einen Teil der Energie durch Wärmetauscher wieder zurück.

„Wir erwarten eine Energieeinsparung von etwa 50 Prozent“, sagt Axel Jäger, Leiter des Hochbauamts, das die Sanierung in Eigenregie geplant hat. Versorgt wird das Gebäude mit Fernwärme aus dem Müllheizkraftwerk. Die markante, großzügig verglaste Fassade ist bereits fertig.

Der Komplex beherbergt sechs Fachräume für Naturwissenschaften, Kunst und Musik sowie eine Pausenhalle, einen Aufenthaltsraum und Sanitäranlagen. Derzeit läuft der Innenausbau auf Hochtouren.

Die Fachräume werden flexibel nutzbar sein, alle Versorgungsleitungen – beispielsweise für Laborversuche – verlaufen unter der Decke, so genannte Mediensäulen können bei Bedarf zu den Tischen heruntergelassen werden. „Die Unterrichtsräume sind nun multifunktional nutzbar und erfüllen alle Anforderungen an einen zeitgemäßen, abwechslungsreichen naturwissenschaftlichen Unterricht“, sagt Stadtbaurat Christof Nolda. Damit Lehrer und Schüler sich besser verstehen können, habe man sogar einen Gebäudeakustiker in die Planung miteinbezogen. Die Sanierung sei ein „wichtiger Baustein“ für das Goethe-Gymnasium, betonte der Stadtbaurat.

Die Sanierung der Fachräume ist eines der Projekte, die die Stadt aus dem kommunalen Infrastrukturprogrammen des Bundes und der Länder mitfinanziert. 2,15 Millionen Euro der Investitionssumme muss sie laut Jäger selbst schultern.

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