Bürogebäude an der Kurt-Schumacher-Straße soll umgebaut werden

Chance für Kasseler Schandfleck: Hansa-Haus verkauft

Kein Aushängeschild für Kassel: Das Hansa-Haus an der Kurt-Schumacher-Straße wurde an einen neuen Eigentümer verkauft. Dieser plant offenbar einen umfassenden Umbau.
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Kein Aushängeschild für Kassel: Das Hansa-Haus an der Kurt-Schumacher-Straße wurde an einen neuen Eigentümer verkauft. Dieser plant offenbar einen umfassenden Umbau.

Das 1963 erbaute Hansa-Haus an der Kurt-Schumacher-Straße war einst ein großer städtebaulicher Wurf für Kassel. Diese Zeiten sind lange vorbei. . Doch nun wurde das Gebäude nach HNA-Informationen an den Kasseler Projektentwickler New Space AG verkauft. Dies könnte eine Chance für eine Aufwertung der Immobilie sein.

Kassel - Leerstand, Vandalismus und ein Sanierungsstau machten das lang gezogene Bürogebäude mit den vorgesetzten Glasanbauten zu einem Kasseler Schandfleck.

Wie unsere Redaktion aus verlässlichen Quellen erfuhr, hat die langjährige Eigentümerin, die Frankfurter Bubis Grundstücksverwaltung, das Objekt kurz vor Jahreswechsel an das Kasseler Unternehmen verkauft. Wie außerdem zu erfahren war, ist ein umfassender Umbau der Immobilie geplant. Die New Space AG wollte sich dazu auf HNA-Anfrage zurzeit aber nicht äußern.

Aktuell sind noch das Ordnungsamt, die Ausländerbehörde, das Fundbüro und Teile des Jugendamtes der Stadt Kassel im Hansa-Haus untergebracht. Andere Mieter, wie etwa das Regierungspräsidium, hatten sich bereits vor Jahren aus der Immobilie zurückgezogen. Auch die Ladengeschäfte, die sich in den sechs angebauten Glaskästen befinden, sind verwaist.

In den Jahren 2013 und 2014 fand zwar zumindest eine Teilsanierung des Hauses statt, bei der auch drei völlig marode Glaspavillons abgerissen wurden, allerdings veränderte sich dadurch der Gesamteindruck des zentral gelegenen Gebäudes nur marginal. Mehrfach hatte der Ortsbeirat Wesertor den Zustand bemängelt, auch weil sich die Drogenszene regelmäßig im Umfeld des Hansa-Hauses aufhielt. Auch der Trinkerraum war dort einst untergebracht.

Das Hansa-Haus gehörte über Jahrzehnte der Bubis Grundstücksverwaltung in Frankfurt. Der verstorbene Ignaz Bubis war als Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland bekannt. Nach dessen Tod war mit der Abwicklung seines Immobilienbesitzes begonnen worden.

Die New Space AG hat bereits mehrere Großprojekte in Kassel realisiert. Dazu zählt auch das große Appartementhaus an der Weserspitze. Zudem soll sie das ehemalige RKH-Areal an der früheren Jägerkaserne gekauft haben, wo einst die Kasseler Immovation AG Wohnungsbau im großen Stil geplant hatte. Dieses Vorhaben hatte diese aber über Jahre nicht realisiert.

Die Stadt Kassel wollte sich zum Verkauf des Hansa-Hauses auf HNA-Anfrage nicht äußern. Einen so frühen Zeitpunkt der geplanten Projektentwicklung werde man nicht kommentieren. (Bastian Ludwig)

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