Leiche war nicht ganz bekleidet

Tote Frau im Wesertor: Keine Vermisste aus der Region

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Suche nach Hinweisen: Am Ufer der Fulda arbeiteten am Donnerstag Spezialisten, um Spuren zu finden.

Kassel. Bei der getöteten Frau, deren Leiche am Mittwoch am Fulda-Radweg im Stadtteil Wesertor gefunden wurde, handelt es sich laut Polizei um keine als vermisst gemeldete Frau aus Kassel oder der Region.

Das Interesse an dem Leichenfund war am Donnerstag groß: Spaziergänger, die unterwegs waren, blieben an der Polizeiabsperrung stehen und beobachteten aus etwa 50 Meter Entfernung die Arbeit des Erkennungsdienstes.

Mehrere Kamerateams filmten den Fundort der Leiche an dem Fulda-Radweg. Die Mitarbeiter, die bereits am Mittwochmittag mit der Spurensuche am Fundort der Frauenleiche begonnen hatten, wurden von der Bereitschaftspolizei aus Südhessen

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unterstützt. Von Beamten, die auch die technischen Voraussetzungen hatten, um das Buschwerk zu entfernen, das rund um den Fundort wucherte. In enger Abstimmung mit den Experten von der Spurensicherung mähten die Polizisten das Grünzeug. Die Ermittler hoffen auf diese Weise Spurenträger zu finden, sagt Polizeisprecher Torsten Werner, die auf die Identität der unbekannten toten Frau beziehungsweise des Täters schließen lassen. Dabei könne es sich zum Beispiel um Kleidung, Schmuck, persönliche Gegenstände oder Zigarettenkippen handeln. Bei der Spurensuche wurde der Erkennungsdienst auch von der Wasserschutzpolizei unterstützt, die mit dem Polizeiboot den Fundort von der Fulda aus unter die Lupe nahm und dokumentierte.

Nach Angaben von Werner handelt es sich um keine als vermisst gemeldete Frau aus Kassel oder der Region. Die Beschreibungen der aus Nordhessen als vermisst gemeldeten Frauen passen nicht zu der Getöteten. Die Kasseler Polizei gleiche derzeit ab, ob bundesweit eine Frau vermisst wird, auf die die Beschreibung passt.

Leiche war nicht ganz bekleidet

Aktualisiert um 9.24 Uhr.

Der 48-jährige Michael H. aus Kassel war am Mittwochnachmittag dabei, als die Leiche entdeckt worden war. Eigentlich wollte sich der Mann aus Kassel mit einem Freund an der Fulda treffen. Bei schönem Wetter sei das ein beliebter Treffpunkt. Plötzlich sei eine junge Frau zu ihm gekommen und habe um Hilfe gebeten. Ihr Hund, eine französische Bulldogge, bellte das Gebüsch an. Sie habe das Gefühl, als ob dort etwas liegen würde. Michael H. schaute nach und entdeckte unter dem Grünzeug den Leichnam. „Das nimmt einen schon mit“, sagt der 48-Jährige. Aufgrund der Proportion sei sein erster Eindruck gewesen, dass es sich um eine zierliche Frau handeln könnte. Die Leiche sei nur zum Teil bekleidet gewesen.

Frauenleiche an der Fulda entdeckt

Esad Basic, der in der benachbarten Gartenstraße lebt, geht drei bis vier Mal pro Tag mit seinem belgischen Schäferhund auf dem Fußweg spazieren. Sein Hund habe in den vergangenen Tagen an der Stelle, wo die Leiche gefunden wurde, nichts bemerkt. Viele andere Hunde haben wohl auch nicht angeschlagen. „Das ist einfach nur traurig, was hier passiert ist“, sagt Basic. Er würde sich sehr freuen, wenn die Polizei den Täter erwischt.

Weitere Erkenntnisse zu dem gewaltsamen Tod der Frau will die Kasseler Polizei am Freitag bekanntgeben.

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