Kein hinreichender Tatverdacht

Nach Anti-Terror-Razzia: Festgenommene Syrer kommen frei 

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Einsatz an der Gartenstraße in Kassel: Am Dienstag waren in Kassel vier Terrorverdächtige festgenommen worden.

Kassel. Die sechs wegen Terrorverdachts festgenommenen Syrer kommen wieder frei. Vier von ihnen waren am Dienstag bei einer Razzia in Kassel verhaftet worden. 

Nach Angaben der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft vom Mittwoch ergab sich "kein hinreichender Tatverdacht". "Sie kommen in diesen Minuten auf freien Fuß", sagte ein Sprecher der Behörde.

Die Auswertung der Daten der Mobiltelefone der Männer im Alter von 20 bis 28 Jahren hätten "zum jetzigen Zeitpunkt" einen dringenden Tatverdacht nicht bekräftigen können, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe auch keine entsprechend belastenden Hinweise auf eine Mitgliedschaft bei der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) - wohl aber "IS-Bezüge". 

Die Ermittler hatten den Tag über das bei den Durchsuchungen in Kassel, Essen, Hannover und Leipzig sichergestellte Material ausgewertet und geprüft, ob es Gründe für einen Haftbefehl liefert. Das Material werden laut Generalstaatsanwaltschaft aber weiter ausgewertet. Polizisten hatten dort am frühen Dienstagmorgen Wohnungen durchsucht. Weder Waffen noch Sprengstoff wurden gefunden.

Hier wurden am Dienstag in Kassel vier verdächtige Männer festgenommen: 

Zu möglichen Anschlagszielen hatten sich die Ermittler nicht offiziell geäußert. In Medienberichten wurden der Essener Weihnachtsmarkt oder ein Einkaufszentrum in Essen als Ziele von Ausspähversuchen genannt. 

Zwei der vier Syrer, die am Dienstagmorgen in Kassel festgenommen worden waren, leben in der Gartenstraße im Stadtteil Wesertor. Von ihren Nachbarn werden sie als nette und freundliche Menschen beschrieben. Ein Mann wurde zudem an der Weserstraße und ein weiterer an der Naumburger Straße im Stadtteil Rothenditmold festgenommen. (mit dpa) 

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