Neuer Campus nimmt Gestalt an

Neubauten auf Uni-Baustelle kommen voran - Umzug der Naturwissenschaften weiter ungewiss

Klaus Sausmikat

Kassel. Jetzt geht es Schlag auf Schlag auf dem erweiterten Uni-Campus: Nachdem gerade rechtzeitig zum Semesterstart das neue Studentenwohnheim eröffnet hat, kommen auf der Uni-Baustelle weitere Großprojekte zügig voran.

Im Frühjahr werden die ersten kreativen Köpfe in das Innovations- und Gründungszentrum Science Park  einziehen. Mit Beginn des Sommersemesters im April soll zudem das dringend benötigte Hörsaal-Zentrum an der Moritzstraße in Betrieb gehen und die Raumnot der Hochschule lindern.

Auch der Neubau für den Fachbereich Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung, an dem kürzlich Richtfest gefeiert wurde, soll in einem Jahr bereits fertiggestellt sein.

Parallel starten weitere Bauprojekte der in den vergangenen Jahren stark gewachsenen Hochschule. Gegenüber dem neuen Hörsaal-Zentrum an der Moritzstraße laufen derzeit die Gründungsarbeiten für ein Selbstlernzentrum für Studenten. Am großen Ingenieurwissenschaftengebäude neben dem Gießhaus wird in den kommenden Monaten aufgestockt, um mehr Platz zu gewinnen.

226 Mio. Euro vom Land

226 Mio. Euro hat das Land Hessen über das Hochschul-Investitionsprogramm Heureka für die Bauprojekte der Uni Kassel bereits zur Verfügung gestellt. Doch klar ist schon lange, dass das Geld nicht reichen wird, um auch den Umzug der Naturwissenschaften vom Uni-Standort Oberzwehren zu finanzieren. Für dieses Vorhaben sind nach derzeitiger Kalkulation 225 Mio. Euro nötig.

Aus den bereits bewilligten Heureka-Mitteln hat die Hochschule 50 Mio. Euro zurückgestellt für einen ersten Bauabschnitt, sagt Klaus Sausmikat, Leiter der Bauabteilung der Universität. Diesen hoffe man, ab 2017 realisieren zu können. Dafür wären allerdings in einer bereits abgespeckten Variante mindestens 70 Mio. Euro nötig – also fehlen noch 20 Mio. Euro. Ob das Land diese Summe zusätzlich zur Verfügung stellen kann, will Uni-Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep demnächst mit Wissenschaftsminister Boris Rhein verhandeln.

Bauarbeiten am Uni-Campus in Kassel

Darüber hinaus schielt die Hochschule auf die angekündigte Neuauflage des Heureka-Programms, um den Umzug der Naturwissenschaften (insgesamt drei Bauabschnitte) komplett zu finanzieren. Die schwarz-grüne Landesregierung will ab 2021 hessenweit eine Milliarde Euro für die zweite Runde des Hochschul-Bauprogramms bereitstellen. Wie das Geld verteilt wird, ist noch nicht entschieden. Sollten dabei die fehlenden 175 Mio. Euro für die Naturwissenschaften herausspringen, könnte der Campus-Nord 2025 fertig werden. Wenn nicht, bliebe auf dem Gelände eine große Baulücke. Foto: Rudolph

Von Katja Rudolph

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