Neuer Gastronom will im Frühjahr starten

Karlshospital in Kassel: Das Karl's schließt nächste Woche - doch etwas Neues ist in Planung

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Soll bebaut werden: Ein Investor plant, den Parkplatz zu bebauen. Die Stadt verhandelt aber noch mit ihm.

Im 300 Jahre alten Karlshospital am Fuldaufer tut sich etwas: Das in dem historischen Gebäude beheimatete Restaurant „Karl’s“ schließt zum 21. Dezember seine Türen.

Der Kasseler Immobilienkaufmann Yavuz Özmen hatte das vor zehn Jahren umfangreich sanierte Gebäude in diesem Jahr übernommen und will spätestens im März 2020 mit einem neuen Betreiber und neuem Konzept die Gastronomie wieder eröffnen.

Die bisherige Betreiberin Kerstin Grossmann konnte sich nach eigener Aussage nicht mit dem neuen Eigentümer über eine Fortsetzung des Vertrages einigen. Sie wird ab 25. Dezember die Geschäfte im „Hotel Restaurant am Bergpark – Neue Drusel“ übernehmen. „Ich finde es schade, zumal es ein sehr schönes altes Gebäude ist. Aber ich habe einen neuen guten Job angeboten bekommen“, sagt sie.

Neues Lokal bietet deutsches und italienisches Essen

Der Eigentümer des Karlshospitals hat indes schon viele Pläne für sein Objekt: „Wir haben einen neuen Betreiber aus Kassel gefunden. Der ist kein Unbekannter“, sagt Özmen. Den Namen will er aber noch nicht nennen.

Noch sei auch nicht klar, wie aufwendig nach der Schließung des „Karl’s“ die Sanierungs- und Umbauarbeiten ausfallen werden. Aber: „Ab Februar oder März wird es im Karlshospital italienische aber auch deutsche Küche geben.“

Vor allem die Radfahrer und Fußgänger, die dort in den Sommermonaten zahlreich am Fuldaufer unterwegs sind, sollen künftig als Kunden besonders angesprochen werden. Der Radfernweg R 1 ist nur einen Schlenker vom Karlshospital entfernt. „Wir werden da vieles anbieten“, sagt Özmen. Auch ein Eisverkauf außer Haus sei angedacht.

Neues Lokal: Veranstaltungen im Gewölbekeller

Zudem sollen verstärkt Veranstaltungen (Tanz etc.) im Gewölbekeller organisiert werden. Überhaupt solle der Bereich Firmen- und Privatfeiern stärker in den Fokus genommen werden.

Auf dem Parkplatz vor dem Karlshospital plant ein anderer Investor unterdessen einen Neubau unmittelbar an der Weserstraße. Nach Auskunft eines Stadtsprechers befinde sich die Behörde in der Abstimmung mit dem Eigentümer über die bauliche Nutzung des Areals. Näheres könne er noch nicht sagen.

Wesertors Ortsvorsteherin Ingeborg Jordan (SPD) hält von derartigen Plänen nichts. Der Blick von der Weserstraße auf das als Zuchthaus errichtete Gebäude dürfe nicht versperrt werden.

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