Bau kostete 16 Millionen Euro

Ein bisschen wie im Hotel: Neues Wohnheim Unispace im Wesertor fast fertig

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So wird es aussehen: Das Unispace mit 240 Apartments an der Weserspitze.

Kassel. Ein bisschen gleicht das Wohnheim „Unispace“ einem Hotel. In den nächsten Wochen soll auch das Außengerüst entfernt werden. Die 240 Wohnungen sind bereits alle vermietet.

Scheinbar endlose weiße Wände mit unzähligen Türen prägen den Blick in Kassels derzeit größtes Wohnheim. „Anonym und unpersönlich wie der erste Eindruck vielleicht vermittelt, ist es hier aber auf keinen Fall“, sagt Charlene Weber. Sie habe schon viele der anderen Bewohner kennengelernt.

Die 22-Jährige stammt aus Kassel. Ihre Eltern wohnen ganz in der Nähe. Sie ist eine der ersten Mieterinnen, die im September ins Unispace gezogen sind. Mittlerweile ist der Großteil der Wohnungen bewohnt. Verkauft oder vermietet sind alle.

Weber studiert im dritten Semester an der Uni Kassel. Als sie zu Beginn ihres Studiums nach einer Wohnung gesucht habe, sei sie auf das Unispace aufmerksam geworden. „Ich fand das Angebot reizvoll und hab mich dann entschieden zu warten, bis ich hier einziehen kann“, erzählt sie.

Größtenteils wohnen Studenten im Unispace, aber auch Mitarbeiter des nahegelegenen Klinikums oder von VW. Unter den Käufern der Apartments sind Kapitalanleger aus ganz Deutschland, der Anteil der Eigennutzer ist relativ gering. 

In ihrem Apartment: Mieterin Charlene Weber. Die 22-Jährige studiert an der Universität und ist im September ins Unispace gezogen. 

700 Besichtigungen in acht Wochen 

Die Vermittlung der Wohnungen übernimmt die Hausverwaltung Heindrich. „Wir hatten in acht Wochen 700 Besichtigungen“, sagt Bettina Backhaus von Heindrich Immobilien. Das zeige, wie groß der Bedarf an Studentenapartments in Kassel in den uninahen Stadtteilen sei.

Anfangs sei sie von ihren Freunden ein bisschen belächelt worden, erzählt Charlene Weber. Aber als einige sie dann im Wohnheim besucht hätten, seien alle positiv überrascht gewesen. Viele hätten dann auch Interesse gehabt, aber da seien alle Wohnungen bereits vermietet gewesen.

Mario Möller ist Hausmeister im Unispace. Er kümmert sich um die kleineren und größeren Probleme und ist ein bisschen auch der Paketbote. „Die Post gibt die Päckchen bei mir im Büro ab“, erzählt Möller. „In der Adventszeit bin ich dann im Nebenjob der Weihnachtsmann, aber das macht ja auch ein bisschen Spaß“, sagt Möller.

Nimmt auch Pakete an: Hausmeister Mario Möller.

Die Apartments sind mit Bett, Schreibtisch, Regalen und einer Küchenzeile eingerichtet. Einige haben eine Terrasse oder einen Balkon. „Es ist kein Problem, sich die Wohnung persönlich zu gestalten“, sagt Weber.

In den kommenden Monaten sollen auch die Gemeinschaftsräume fertig werden. Im Erdgeschoss ist ein Loungebereich geplant. Außerdem soll es ein modernes Gemeinschaftsbüro (Co-Working-Space) und einen Waschsalon geben. Das Unispace hat eine Tiefgarage mit 76 Plätzen.

Die Arbeiten an der Fassade und den Außenanlagen sollen in den nächsten Monaten abgeschlossen werden. Im Innenhof soll es dann eine Grünanlage geben, die von den Mietern genutzt werden kann.

16 Millionen hat die Unispace-Gruppe in die Immobilie im Wesertor investiert. Die Bauzeit betrug etwa 16 Monate. 240 Apartments beherbergt das Wohnheim im Wesertor, das auf dem früheren Gelände des historischen Reitstalls errichtet worden ist. Die einzelnen Wohnungen sind zwischen 21 und 35 Quadratmetern groß. Ein 20 Quadratmeter-Apartment kostet knapp 400 Euro Warmmiete. 

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