An Fuldatalstraße entsteht Markt mit Wohnungen und Seniorenangebot

Rewe-Großprojekt im Wesertor verzögert sich

So soll es werden: An der Fuldatalstraße/ Ecke Wilhelm-Speck-Straße will die Rewe-Gruppe einen Supermarkt mit Wohnungen, Kita und betreutem Wohnen errichten. Illustration: Stiebing Architekten
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So soll es werden: An der Fuldatalstraße/ Ecke Wilhelm-Speck-Straße will die Rewe-Gruppe einen Supermarkt mit Wohnungen, Kita und betreutem Wohnen errichten.

Die Ungeduld im Stadtteil wächst. Seit drei Jahren erstreckt sich an der Fuldatalstraße/ Ecke Wilhelm-Speck-Straße eine große Baugrube. Wo einst der Massa-Möbelmarkt stand, will die Rewe-Gruppe einen neuen Gebäudekomplex mit Rewe-Markt, Wohnungen, Kita und einer Senioreneinrichtung bauen.

Kassel - Doch seit drei Jahren tut sich nichts auf dem 14 000 Quadratmeter großen Baufeld im Wesertor. Eigentlich hätte der Investor längst mit den Bauarbeiten beginnen wollen. Aber die Corona-Pandemie habe das ganze Verfahren erneut verzögert, so eine Unternehmenssprecherin auf HNA-Anfrage.

Zunächst sollte im vergangenen Frühjahr der Bauantrag gestellt werden, nun solle dies im Frühjahr 2022 geschehen. „Hintergrund ist, dass die Abstimmungen, derer es bei einem Bauprojekt dieser Größenordnung vieler bedarf, zurzeit länger brauchen. Somit konnten wir den Bauantrag noch nicht stellen“, erläutert die Rewe-Sprecherin.

Die Sprecherin versichert aber, dass das Projekt „im vollen Umfang“ realisiert werden solle. Das bedeutet, neben dem geplanten, etwa 2000 Quadratmeter großen Rewe-Markt inklusive Getränkemarkt werden in dem fünfgeschossigen Gebäude etwa 60 Wohnungen, eine Kita und eine Seniorenwohnanlage entstehen. Auch ein Café ist Teil der Planung. Die Vermietung der Wohnungen, den Betrieb der Kita und das betreute Wohnen für Senioren wird Rewe aber nicht selbst übernehmen. In der großen Baugrube wird die Tiefgarage entstehen.

Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) bestätigt auf HNA-Anfrage, dass es durch die Corona-Pandemie „an einigen Stellen zu Verzögerungen bei Bauprojekten“ in Kassel gekommen sei. Diese Verzögerungen bei den Planungen würden sich aber erst zeitverzögert auf die Baufortschritte auswirken. Auf bereits laufende Baustellen habe Corona weniger Auswirkungen gehabt. Bei dem Investorenprojekt des Rewe-Marktes gebe es jedenfalls keine grundsätzlichen Probleme, die das Verfahren hemmten.

In direkter Nachbarschaft zur Baugrube von Rewe befindet sich aktuell ein Lidl-Markt. Auch Lidl verfolgt Pläne, den Markt neu zu bauen und ihn in dem Zuge auf 1200 Quadratmeter zu vergrößern. Bei dem Projekt ist ebenfalls geplant, in den Obergeschossen auch 30 Wohnungen zu integrieren.

Ein Gutachten zu den Auswirkungen eines neuen Supermarktes auf die Nahversorgung im Wesertor war 2018 zu dem Schluss gekommen, dass dieser zwar zu Nachteilen für den Edeka-Markt an der Weserspitze führen könnte, aber das Projekt insgesamt eine Verbesserung der Nahversorgung für die Menschen im Wesertor darstelle. (Bastian Ludwig)

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