Konzept mit gutbürgerlichem Essen will an Tradition anknüpfen

Schindelhaus am Kasseler Wesertor eröffnet heute wieder

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Hauchen dem Schindelhaus wieder Leben ein: (von links) Inhaber Armin Schreier, Geschäftsführerin Angelika Michels und Chefkoch Ugo Pittau. 

Das Schindelhaus in der Mönchebergstraße in Kassel eröffnet am Samstag neu. Die neuen Inhaber wollen es nach alter Tradition weiterführen. 

Ein wenig verwunschen wirkt es, das Schindelhaus in der Mönchebergstraße, mit seiner verkleideten Fassade. Und leer stand es für einige Monate, nachdem der ehemalige Inhaber Frank Stenzel sein amerikanisches „Route 66“-Restaurant nach knapp einem Jahr aufgab. Nun kehrt aber wieder Leben in das denkmalgeschützte Haus ein. Armin Schreier und Michael Kurz wollen das Schindelhaus neu eröffnen.

Die Idee

Die Idee dafür entstand direkt gegenüber bei Schreier im Garten. „Wir saßen mit Freunden und Nachbarn zusammen. Uns allen fehlte ein Gasthaus in der Nähe, in dem wir uns wohlfühlen können. Also wagen wir nun selbst diesen Schritt“, sagt Schreier. Schreier und Kurz beantragten einen Kredit, pachteten das Schindelhaus und suchten sich weitere Unterstützung. Angelika Michels ist die neue Geschäftsführerin, mit Ugo Pittau haben sie sich einen Chefkoch mit ins Boot geholt, der über Kassels Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. Die Renovierungsarbeiten laufen auf Hochtouren, bis Samstag soll alles fertig sein, pünktlich zur Neueröffnung um 17 Uhr.

Die Einrichtung

Es bleibt urig-gemütlich im Schindelhaus. Dazu wurde der Holzfußboden überarbeitet, die Wände neu verputzt und mit einer speziellen Patina für den richtigen Vintage-Look gestrichen. Auch der Kachelofen bleibt in dem verwinkelten Raum erhalten, und historische Bilder zieren die Wände. Für 50 Gäste ist Platz, in einem Nebenraum für weitere 15. Auch Feste können im Schindelhaus veranstaltet werden.

Die Küche

Chefkoch Ugo Pittau will seinen Gästen gutbürgerliche Gerichte wie das klassische Schnitzel oder Steak mit einem italienischen Einschlag zaubern. Auch verspricht er Alternativen für Veganer und Vegetarier sowie eine innovative Küche, die sich auch an Trend-Zutaten wie Quinoa traut.

Dazu gibt es wechselnde Wochengerichte mit regionalen und saisonalen Produkten. Das alles zu erschwinglichen Preisen, auch für unter zehn Euro sollen Gäste im Schindelhaus speisen können.

Der Biergarten

Dafür sei nun natürlich nicht die Zeit, sagt Schreier. Aber im Sommer werde auch der Biergarten hergerichtet. 70 Menschen finden hier Platz. „Und wir hoffen auf einen Sommer wie in diesem Jahr“, sagt Schreier.

Das Konzept

„Mit unserem Konzept möchten wir an die Tradition des Schindelhauses anknüpfen“, sagt Schreier. Dazu zählen nicht nur etwa eine frische, gutbürgerliche Küche oder die Wohnzimmer-Atmosphäre. Vor allem ist es die Gastfreundschaft, die Schreier und Kurz weiterleben wollen. „Wir selbst wurden im alten Schindelhaus als Gäste immer freundlich empfangen, also werden wir das mit unseren Gästen auch tun“, sagt Schreier.

„Jeder, aber auch jeder“, sei im Schindelhaus willkommen, betont Schreier. „Das Haus ist offen für alle.“

Öffnungszeiten

Am Samstag, 3. November, eröffnet das Schindelhaus in der Mönchebergstraße 46, um 17 Uhr. Danach ist es täglich geöffnet ab 16 Uhr, warme Küche von 17 bis 22 Uhr, sonntags ab 11 Uhr, warme Küche von 12 bis 21 Uhr

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