Polizei ermittelt im Stadtteil Wesertor

Raubüberfall in Kassel entpuppt sich als Streit: Polizei nimmt Verdächtigen fest

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Im Bereich Schützenstraße: Kurz hinter der Fußgängerampel wurde der Mann angegriffen.

Nachdem sich am Mittwoch ein 18-Jähriger aus Afghanistan mit schweren Stichverletzungen in einem Kasseler Krankenhaus gemeldet hatte, hat die Polizei nun einen Mann festgenommen.

Aktualisiert am 22. Februar um 17.35 Uhr -  Der von dem Opfer geschilderte Sachverhalt hatte viele Fragen offen gelassen, sodass Zweifel aufkamen. Viel mehr bestätigten sich Hinweise darauf, dass die Verletzungen des Mannes nicht bei einem Überfall, sondern bei einem Streit mit einem Bekannten in der Karlsaue entstanden sein sollen. Die Polizei sicherte entsprechende Spuren. 

Der Verdächtige, in Kassel wohnende 19-jährige Mann aus Afghanistan konnte festgenommen werden. Er wird derzeit vernommen. Die Ermittlungen, ob es sich um ein versuchtes Tötungsdelikt handelt, dauern an.

Ursprüngliche Meldung vom Donnerstag:

Ein 18-Jähriger hatte sich mit Stichverletzungen in einem Kasseler Krankenhaus gemeldet. „Wie sich dort herausstellte, waren die Verletzungen nicht unerheblich und dem Mann von einer anderen Person zugefügt worden“, sagt Polizeisprecher Matthias Mänz.

Der aus Afghanistan stammende und in Kassel wohnende 18-Jährige gab gegenüber der Polizei an, dass sich die Tat seiner Erinnerung nach zwischen 21 Uhr und 22 Uhr ereignet habe. Er sei an der Haltestelle „Katzensprung“ (Wesertor) aus der Tram gestiegen und zu Fuß auf dem rechten Gehweg der Schützenstraße in Richtung Hafenbrücke gegangen.

Einige Meter nach der Fußgängerampel auf Höhe der Wimmelstraße seien ihm zwei maskierte Männer entgegengekommen und hätten die Herausgabe seiner Wertsachen gefordert. Als er dies verweigerte, habe einer der Männer ihn festgehalten und der andere ihn mit dem Messer im Bereich des Oberkörpers verletzt. Die Täter flüchteten in Richtung Hafenbrücke. Er befindet sich nach ersten Erkenntnissen nicht in Lebensgefahr.

Polizei sucht Kleidung des Opfers

Anschließend habe er einen Freund verständigt, der ihm frische Kleidung brachte. Die durch das Messer beschädigte Jacke und den Pulli habe er im Bereich des Tatorts ausgezogen und dort weggeworfen. Beides soll Blutspuren aufweisen. Die dunkle Jacke und den dunkelbraunen Pullover konnte die Polizei allerdings bislang nicht finden.

Zu den Tätern liegt derzeit nur eine vage Beschreibung vor. Sie sollen nach Einschätzung des Opfers Deutsch ohne erkennbaren Akzent gesprochen haben. Beide sollen eine sportliche Statur haben und jünger gewesen sein. Ihr Gesicht sollen beide Täter mit einer schwarzen Maskierung mit Sehschlitzen verdeckt gehabt haben. 

Hinweise: 05 61/91 00

Hier befindet sich der Tatort

Aus dem Archiv: Nach Messerangriff in Kasseler Tram: Polizei hat Verdächtigen festgenommen

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