Kunst am Katzensprung: Wesertor-Kugeln werden eingerahmt und beleuchtet

+
2013 entdeckt: Denkmalschützer Heinz Kefenbaum (li.) und Historiker Christian von Klobuczynski mit den Kugeln.

Wesertor. Zwei historisch wertvolle Sandsteinkugeln werden nach zwei Jahren aus ihrem Dornröschen-Schlaf geweckt. Sie sollen einen kleinen Park am Katzensprung zieren.

Vor mehr als dreieinhalb Jahren fanden Mitarbeiter des Kinderbauernhofs auf ihrem Gelände zwei Sandsteinkugeln, die wahrscheinlich historisch wertvoll sind: Sie sollen einst die Pfeiler des im 19. Jahrhundert abgerissenen Wesertors gekrönt haben.

Nun soll das Dornröschen-Dasein der beiden 37 Zentimeter durchmessenden Kugeln bald zu Ende sein. Im Oktober sollen sie in dem kleinen Park zwischen Katzensprung und Finkenherd als künstlerische Attraktion eingeweiht werden, so hofft zumindest Eva-Maria Rupp vom Amt für Stadtplanung, Bauaufsicht und Denkmalpflege.

Der Ortsbeirat Wesertor hat während seiner jüngsten Sitzung die Weichen gestellt. Das Gremium wählte einstimmig einen Entwurf des beauftragten Künstlers Günter Stangelmayer aus, der die Kugeln ins rechte Licht setzen soll.

Stangelmayer plant den Bau eines vier Meter hohen Doppelrahmens aus Aluminium, der im Boden verankert werden und den Blick von Spaziergängern nicht nur auf die auf Säulen befestigten Kugeln sondern auch auf weitere markante Orte des Stadtteils richten soll. Das Ganze solle dann auch noch beleuchtet werden, sagte der Künstler in der Sitzung. Auch Stadtrat Christian von Klobuczynski, der als gelernter Historiker die Herkunft der Kugeln recherchiert hatte, gefiel dieser Vorschlag.

Das Vorhaben werde Ende März dem Kunstbeirat zur Stellungnahme vorgelegt, sagte Rupp. Danach könnten dann die Aufträge vergeben werden. Die Kosten seien auf etwa 10.000 Euro veranschlagt. Sie würden aus dem angesparten Fördertopf der Zuschüsse des Bund-Länderprogramms „Soziale Stadt“ für kleinere Sofortmaßnahmen im Wohnumfeld finanziert, sagte Rupp.

Aufwertung des Spielplatzes

Die Entscheidung über den Umfang der geplanten Sanierung des Spielplatzes an der Schirmer- und der Hartwigstraße hat der Ortsbeirat noch einmal vertagt. Die Stadt will diesen Platz, der versteckt in einem Hinterhof liegt, für 140.000 Euro – unter anderem aus Städtebaufördermitteln – aufwerten.

Ortsbeiratsmitglied Dieter Holstein (Freie Wähler) äußerte Zweifel, ob der Spielplatz überhaupt von vielen Kindern genutzt wird. Es sei Sache des Teams vom Spielmobil „Rote Rübe“, den Platz populärer zu machen. Diskutiert wurde auch, ob man die Zugänge zum Spielplatz beleuchten sollte. Der Ortsbeirat will sich das Projekt nun nochmals von Dorit Ohlendorf vom Umwelt- und Gartenamts erläutern lassen.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.