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Neuer Gehweg: Kasseler Ysenburgstraße wird saniert

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Von: Bastian Ludwig

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Mehr Platz für Fußgänger: Mitte nächsten Jahres soll der südliche Gehweg (links) verbreitert werden. Zudem sollen Sitz-elemente und Bäume die Aufenthaltsqualität erhöhen. Auch die Fahrbahn wird saniert.
Mehr Platz für Fußgänger: Mitte nächsten Jahres soll der südliche Gehweg (links) verbreitert werden. Zudem sollen Sitz-elemente und Bäume die Aufenthaltsqualität erhöhen. Auch die Fahrbahn wird saniert. © Dieter Schachtschneider

Die Ysenburgstraße ist kein Ort mit Aufenthaltsqualität. Mit 30 000 Autos pro Tag ist sie eine der verkehrsreichsten Straßen der Stadt. Eine Sanierung soll die Straße für Fußgänger attraktiver machen.

Kassel - Im Frühjahr sollen Teilbereiche des südlichen Fußweges barrierefrei umgestaltet und durch Sitzmöglichkeiten, Fahrradständer und Baumpflanzungen aufgewertet werden. Zudem wird die marode Fahrbahn saniert. Insgesamt werden 1,5 Millionen Euro investiert. Aus dem Bund-Länder-Programm „Sozialer Zusammenhalt“ fließen 230 000 Euro in die Verbesserungen für den Gehweg. Für das Projekt gab der Ortsbeirat seine Zustimmung.

Anfang des Jahres, als das Bauprojekt schon einmal vorgestellt worden war, fiel das Votum des Stadtteilgremiums noch negativ aus. Hintergrund war die geplante Sanierung der Fahrbahn, die aus Sicht von Grünen und Linken die Belange der Radfahrer nicht ausreichend berücksichtigt habe. Sie hatten sich Radstreifen auf beiden Seiten gewünscht.

Nun stellte die Stadt die überarbeitete Planung für den südlichen Gehweg nochmals getrennt vor, worauf es breite Unterstützung gab. Neben einer abschnittsweisen Verbreiterung des Gehwegs auf bis zu drei Meter, der ein neues taktiles Leitsystem für Blinde bekommen soll, sind 18 Fahrradbügel und fünf Bäume geplant. Zudem werden Sitzmöbel aufgestellt, die – passend zum Straßennamen – in Y-Form gestaltet sind. Für mehr Schulwegsicherheit sollen etwa Fußabdruck-Platten sorgen.

Nach Auskunft der Stadt wird aber auch die Fahrbahndecke nächstes Jahr saniert. Dies sei wegen des schlechten Zustandes der Straße und der hohen Verkehrsbelastung unvermeidlich, so ein Stadtsprecher. Zwei Winter könne die Straße nicht überstehen. In einigen Abschnitten wurde wegen der Schäden eine Tempo-30-Beschränkung verhängt.

Die Stadt hatte bereits in der Vergangenheit darauf verwiesen, dass die bevorstehende Aufwertung des Gehweges unabhängig von zukünftigen Verbesserungen für Radfahrer zu sehen seien. Das aktuelle Förderprojekt sei auf den Gehweg beschränkt. Grüne, Linke und Umweltverbände hatten gefordert, die im Radverkehrskonzept vorgeschlagenen beidseitigen Radstreifen zu realisieren. Sollte diese irgendwann umgesetzt werden, müsste der Autoverkehr abschnittsweise einspurig geführt werden. (Bastian Ludwig)

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