Bundestagswahl im nächsten Jahr

CDU schickt Wett als Kandidaten ins Rennen

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Strahlender Sieger: Dr. Norbert Wett (Mitte) ist Bundestagskandidat der CDU für den Wahlkreis 168 (Kassel). Die Kasseler CDU-Vorsitzende Eva Kühne-Hörmann und Frank Williges, CDU-Chef im Landkreis, gehörten zu den ersten Gratulanten nach der Wahl.

Kassel. Er ist der strahlende Sieger: Dr. Norbert Wett wird für die CDU im Wahlkreis Kassel 2013 für den Bundestag kandidieren.

Der von der Kasseler CDU ins Rennen geschickte 47-Jährige setzte sich am Samstag ibei der Kandidatenkür für den Wahlkreis 168 (Kassel) in Eppo's Clubhaus deutlich gegen die Bewerberin aus dem Landkreis, Birgit Kaiser-Wirz (52), durch.

Für Wett stimmten 68,5 Prozent der 127 Delegierten, die sich an der Wahl beteiligten. Auf ihn entfielen 87 Stimmen, auf seine unterlegene Mitbewerberin aus Lohfelden 40.

Vor der Abstimmung hatte sich der selbstständige Unternehmensberater und Kasseler Fraktionvorsitzender als angriffslustiger Herausforderer präsentiert. „Ich bin hochmotiviert“, sagte er. Ich verspreche ihnen, mit Herz und Verstand für unsere Sache einzutreten.“ Der zweifache Familienvater, seit über elf Jahren politisch aktiv und seit drei Jahren CDU-Fraktionschef in der Stadtverordnetenversammlung, attackierte seine Konkurenten aus dem roten und grünen politischen Lager, die bereits im Bundestag sitzen. Dafür und für sein Versprechen, in Berlin gegen eine Vergemeinschaftung der Schulden in Europa einzutreten, erhielt er lautstarken Beifall.

Wett zeigte sich als ein Kandidat mit weit gespannten Interessen und Kontakten, die er zum Wohl der Region einsetzen wolle. Als Stichworte nannte er unter anderem die Förderung der Elektromobilität sowie den Erhalt der Nahversorgung und des öffentlichen Nahverkehrs in ländlichen Regionen.

Birgit Kaiser-Wirz

Unterstützung bekam Wett von Dr. Jürgen Gehb, der vor vier Jahren nominiert worden war, den Sprung in den Bundestag aber nicht mehr geschafft hatte. Wett habe auch dann Präsenz in der Stadt gezeigt, als die CDU in den Sälen und Vereinlokalen nicht mehr bestimmend gewesen sei, sagte Gehb. Er sei sich auch nicht zu schade gewesen, lange Zeit als Stellvertreter in vielen Funktionen die zweite Geige zu spielen. Seine Nominierung, das wurde deutlich, versteht die Kasseler CDU als Dank für die Kärrnerarbeit und die Präsenz in der Stadt.

Die CDU-Vorsitzenden in Stadt und Kreis, Eva Kühne-Hörmann und Frank Williges, betonten, man werde sich nun gemeinsam für den Kandidaten einsetzen. Dass die Landkreis-CDU eine eigene Bewerberin aufgestellt habe, sei ein demokratischer Vorgang und keine Konkurrenzsituation.

Die Fraktionschefin in der Lohfeldener Gemeindevertretung und Kreistagsabgeordnete Birgit Kaiser-Wirz, die als Themen vor allem Rentengerechtigkeit, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie den Ausbau der Wirtschaftskraft in der Region angesprochen hatte, zeigte sich als faire Unterlegene und gratulierte mit einer Umarmung.

Von Ellen Schwaab

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