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Heftige Gewitter rollen auf Nordhessen zu: Überschwemmungen und Schlammlawinen drohen

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Von: Erik Scharf

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In Nordhessen soll bis zum Donnerstag eine Menge Regen fallen. Weil die Böden ausgetrocknet sind, ist das erwartete Wetter aber eine Gefahr.

Kassel – Die Hitze in Nordhessen hat immer gravierendere Folgen. Viele Flüsse in Hessen führen nur noch sehr wenig Wasser, einzelne Quellen sind sogar schon versiegt. Auch am Edersee wirkt sich die derzeitige Wetterlage deutlich aus. Und ein Ende der heißen Tage ist nicht in Sicht, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert.

Auch am Mittwoch (17. August) und Donnerstag (18. August) liegen die Temperaturen rund um die 30 Grad. Zudem rechnen die Wetter-Experten mit reichlich Niederschlag. Am Mittwoch seien einzelne Schauer und Gewitter nicht auszuschließen, teilte der DWD mit. In der Nacht zum Donnerstag und im Laufe des Tages soll erneut teils gewittriger Regen aufziehen. Lokal seien stürmische Böen um 70 km/h möglich.

Der erwartete Niederschlag in Nordhessen ist für den Edersee bitter notwendig – kann aber auch zur Gefahr werden.
Der erwartete Niederschlag in Nordhessen ist für den Edersee bitter notwendig – kann aber auch zur Gefahr werden. © Matthias Görlich/Imago

Wetter in Nordhessen: Überschwemmungen und Schlammlawinen drohen

Was zunächst nach einer dringend benötigten Abkühlung für die Menschen in Nordhessen und wichtige Wasserzufuhr für Gewässer und Pflanzen klingt, könnte aber auch schnell zum Problem werden. Da die Böden in Nordhessen durch den niederschlagsarmen Sommer ausgetrocknet sind, nehmen diese das Wasser nicht mehr auf. Es dauert mehrere Tage, bis die Böden durch den Regen wieder so aufgequollen sind, dass das Wasser versickert. Die Folge: Örtlich drohen durch das erwartete Wetter Überschwemmungen, sogar lokale Schlammlawinen sind durch Unwetter denkbar.

Den möglicherweise heftigen Niederschlag hat Tief Karin im Gepäck. Das Tief zieht derzeit über Westeuropa und bringt aus Südwesten warme Luft nach Hessen, wie der DWD mitteilt. Ab Mittwoch nimmt der Tiefdruckeinfluss von Westen allmählich zu und es fließt feuchtere Luft ein. (esa)

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