2000 Gäste bei „Circus of Love“ erwartet

WG-Party im Großformat: Kasseler veranstalten Feier in der documenta-Halle 

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Wollen sich in Kassel weiter als Partyveranstalter etablieren: Drei Mitglieder vom fünfköpfigen Unternehmen namens „WG der Liebe“, die am Samstag in der documenta-Halle eine Feier mit elektronischer Musik veranstalten. Sascha Kohl (von links), Cristian Gherhard und John Möller mit Pitbull „Ginger“.

Kassel. Wer hat mit Freunden bei dem ein oder anderen Bier nicht schon mal darüber nachgedacht, eine Party zu veranstalten und damit Geld zu verdienen? Was bei vielen eine Bierlaune bleibt, setzen die fünf Mitglieder des Unternehmens namens „WG der Liebe“ seit fast einem Jahr in die Realität um.

Mit ihrer Party „Circus of Love“ (Zirkus der Liebe) am Samstag, 11. Januar, in der documenta-Halle wollen sie den nächsten ihrer großen Schritte machen.

„All unsere bisherigen Partys haben dazu gedient, die jetzige auszurichten“, sagt Cristian Gherhard, Model und Teil des Unternehmens, das seit dem 2. Januar dieses Jahres existiert. Ihr Konzept: „Wir wollen die Atmosphäre, die auf WG-Partys herrscht, auf Clubs übertragen“, sagt der 25-jährige Timo Derx, der in Kassel Maschinenbau studiert. 2000 Menschen sollen am Samstag kommen und zu elektronischer Musik von bekannten DJs wie Andreas Henneberg feiern. 1000 Tickets seien schon verkauft. Einladungen an die Spieler von Hessen Kassel und MT Melsungen sind laut dem Felsberger Gherhard ebenfalls rausgegangen.

Tickets und Infos

Tickets gibt es ab 19 Euro im Vorverkauf (www.circusoflove.de), 25 Euro kostet der Eintritt an der Abendkasse. Für 91 Euro gibt es einen speziellen Loungebereich mit Essen, Trinken und eigenem DJ.

Ein Video einer Feier im K19 finden Sie hier.

Ihr Motto: „Je verrückter die Party, desto besser“, sagt der 24-jährige Gherhard. Die Leute würden sich zum Teil verkleiden, das ginge bis in den Fetischbereich. „Aber bei uns herrscht Diskretion“, sagt das Model und grinst. Die Vorbereitungen sind beinahe abgeschlossen. „Uns fehlen nur noch 2500 Kleiderbügel“, sagt Derx, der wie zwei andere Mitglieder des Unternehmens aus Bad Wildungen kommt: Dazu gehören neben Derx noch Sascha Kohl und John Möller. Das fünfte Mitglied ist Schüler Max Noah.

Irgendwann sei es ihnen zu langweilig gewesen, in den Club A.R.M in Kassel zu gehen, sagt Gherhard. Der Musikpark A 7 und der Sodaclub seien ihnen zu kommerziell. Insgesamt sei das kulturelle Angebot in Kassel mau. Deshalb gab es eine erste Party im April 2013 in der WG an der Friedrich-Ebert-Straße, in der er und Sascha Kohl wohnen. „Die Leute standen auf der Straße Schlange“, sagt Gherhard. Danach organisierten sie Veranstaltungen im Musiktheater und K 19.

Der 24-jährige Sascha Kohl hat für die Organisation seine Arbeit als Kaufmann aufgegeben. „Mit Mitte 20 kann man ja was ausprobieren“, sagt er. Mit dieser Party wollen sie den nächsten Schritt gehen. Die WG der Liebe soll sich zu einer Agentur entwickeln: Sie wollen DJs unter Vertrag nehmen, fördern, vermitteln und Veranstaltungen organisieren – sie möchten national und international arbeiten, sagt Gherhard. Mit Kassel haben sie aus ihrer Sicht den richtigen Ort dafür gefunden. Ein DJ habe gesagt, Kassel werde das Berlin Hessens.

„Wir wollen irgendwann auch das gehobene Publikum Kassels ansprechen“, sagt Gherhard. Für die Party würden sie ein gewisses finanzielles Risiko eingehen: Eine fünfstellige Summe fließt in die Feier.

Falls die Party ein Flop werde, breche ihnen das nicht das Genick. „Die Feier entscheidet nur über die Schnelligkeit unserer Entwicklung“, sagt Gherhard.

Von Max Holscher

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