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Whisky ohne Ende bei Spirituosenmesse im UK14

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Von: Axel Schwarz

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Weit gereist: Australischen Whisky zeigen Lucas-A. Werner (links) und „Hospi“-Chef Daniel Werner.
Weit gereist: Australischen Whisky zeigen Lucas-A. Werner (links) und „Hospi“-Chef Daniel Werner. © D. Schachtscneider

Erstmals seit 2019 hat die Hospitals-Kellerei wieder ein großes Verkostungs-Event auf die Beine gestellt: Mehr als 220 Besucher kamen zur Whisky- und Spirituosenmesse.

Kassel – Nach der documenta-Kunst gab es im königsplatznahen Kultur- und Veranstaltungszentrum UK14 am Freitag Geistvolles der flüssigen Art zu erkunden: Erstmals seit 2019 hat die Hospitals-Kellerei wieder ein großes Verkostungs-Event auf die Beine gestellt. Mit 23 Probierständen von Brennereien und Importhäusern lockte die Whisky- und Spirituosenmesse mehr als 220 Besucher an.

Vor allem eingefleischte Whiskyfans – meist erkennbar an kernig-bärtigen Outfits und einer modischen Schwarz-Präferenz – sowie viele bekannte Gesichter aus Kassels Gastroszene hatten bei allein gut 120 Whiskysorten unter 200 Angebotspositionen viel Stoff zum Schnuppern, Schlürfen, Schwärmen und Fachsimpeln.

Längst nicht nur Scotch oder Bourbon lautet unter Fans die Gretchenfrage, denn die Whiskyszene ist so segmentiert und vielfältig geworden, wie es der Gin-Hype zuletzt vorgemacht hat. Da gab es etwa etliche Single-Malt-Sorten aus Schweden und aus dem nahen Nörten-Hardenberg, Whiskys aus dem Spreewald und von der Schwäbischen Alb, wo die Macher marketingtechnisch geschickt mit dem Begriff „Hochland“ unterwegs sind.

Das am weitesten gereiste Gerstenmalz-Destillat hatte Lucas-Andreas Werner vom norddeutschen Importhaus Kirsch im Gepäck: Vom anderen Ende der Welt, aus Australien, kommt der Whisky der Marke „Starward“, der in Fässern des dort ansässigen Rotweinbaus zur Reife gelangt. „Wir versuchen möglichst alles aus australischen Rohstoffen zu machen“, erklärt der 27-jährige Markenbotschafter. Die Fässer selbst seien allerdings aus amerikanischer oder französischer Eiche – „weil es in ganz Australien nur etwa eine Handvoll Eichbäume gibt“.

Daniel Werner, Chef des Kasseler Wein- und Spirituosenfachhandels, freut sich, dass die Messe so viel Resonanz fand: „Die Whiskyfans sind eine ganz eigene Klientel; Whisky wird nicht getrunken, sondern gelebt.“

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