Kasseler Klimagespräche starten im Opernhaus – Erste Auflage live im Netz

Wie wird Kassel bis 2030 klimaneutral?

Sie haben die Kasseler Klimagespräche im Opernfoyer auf die Beine gestellt: Schauspieler Tim Czerwonatis (von links), Chefdramaturg Michael Volk, Geo Kocheril und Martin Hoppe-Kilpper (Scientis for Future).
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Sie haben die Kasseler Klimagespräche im Opernfoyer auf die Beine gestellt: Schauspieler Tim Czerwonatis (von links), Chefdramaturg Michael Volk, Geo Kocheril und Martin Hoppe-Kilpper (Scientis for Future).

Die Stadt Kassel will bis 2030 klimaneutral werden. So hatten es die Stadtverordneten im vergangenen Jahr beschlossen und sich damit einer globalen Initiative von Städten angeschlossen. Mit einer neuen Gesprächsreihe wollen das Staatstheater Kassel und die Scientists for Future Kassel unter anderem der Frage nachgehen, wie es gelingen kann, dieses Ziel zu erreichen.

Kassel - Am Mittwoch, 11. November, findet ab 19.30 Uhr die erste Veranstaltung im Opernfoyer statt. Coronabedingt kann sie nur im Livestream auf Youtube verfolgt werden.

Ausgangspunkt für die sechsteilige Reihe war der Kasseler Schauspieler Tim Czerwonatis. „Ich habe mich persönlich für das Thema interessiert und mich gefragt, welchen Beitrag das Staatstheater leisten kann“, erzählt er. So entstand der Kontakt zu den Scientists for Future. Schnell war man sich über eine Zusammenarbeit einig. Denn auch die dort engagierten Wissenschaftler wollten „aus ihrer Blase herauskommen“, um andere Zielgruppen zu erreichen, wie Martin Hoppe-Kilpper und Geo Kocheril von den Scientists for Future erzählen.

Der Fokus der Gesprächsreihe soll auf Kassel und der Region liegen. Es geht also um Fragen wie: Was muss vor Ort passieren, um die Klimaziele zu erreichen? Und was kann jeder Einzelne tun, um wirklich einen Effekt zu erzielen?

Weil aufgrund der Corona-Epidemie aktuell kein Publikum im Opernfoyer zugelassen ist, wird die erste Ausgabe als interaktiver Livestream im Netz verfolgt werden können. „Vielen Kasselern ist glaube ich noch nicht klar, was da für 2030 beschlossen wurde. Normalerweise sind wir am Theater die Experten für Tragödie und Untergang. Beim Klimawandel gibt es aber noch Hoffnung. Wir können hier ein Thema setzen“, so Dramaturg Michael Volk, der das Konzept miterarbeitet hat. Der erhobene Zeigefinger solle aber nicht geschwungen werden.

Bei den etwa zweistündigen Gesprächen mit Experten aus Wissenschaft, Praxis, Kunst und Kultur soll das Online-Publikum – und später auch das Live-Publikum – eingebunden werden. So ist es möglich, Fragen zu stellen.

Den Link zu Livestream finden Interessierte auf der Internetseite des Staatstheaters:

Service: Beim ersten Gespräch am 11.11., ab 19.30 Uhr diskutieren Prof. Ulrike Jordan, Prof. Kurt Rohrig, Michael Volk, Dr. Imke-Marie Badur, Weena Bergsträßer, Valerie Liese, Johannes Zipplies, Ulrich Trabert, Björn Machill, Ulrich Neumann und Geo Kocheril. (Bastian Ludwig)

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