Was war denn da los?

Wie zwei Kasseler zum Highlander kamen

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Beim Dreh: Christopher Lambert (links) im Gespräch mit Regisseur Aurelio Toni Agliata. Rechts sitzt der Kasseler Fußballer Leon Palushaj.

Kassel/Davos – Fußballer Leon Palushaj konnte in Davos in einem Film an der Seite von Christopher Lambert mitwirken  Pläne für Dreh in Kassel

Gefesselt und mit Blut im Gesicht: In der Tiefgarage eines Hotels in Davos musste Leon Palushaj zehn Stunden lang gefesselt auf einem Stuhl ausharren – nur in Boxershorts. Ein Gewaltverbrechen? Schon, aber lediglich inszeniert für einen Filmdreh. Der Trainer vom BC Sport hat eine kleine Rolle in einem internationalen Film ergattert. „Someone dies tonight“ ist ein Thriller, der albanischstämmige Kasseler spielt einen Albaner, der als Laufbursche für einen Mafiaboss arbeitet. Weil er aber etwas versemmelt hat, bekommt er in der Tiefgarage eine Abreibung verpasst.

Palushaj hat zwei Drehtage in dem Projekt des kroatischen Filmproduzenten und Autoren Vjekoslav Katusin. Eine andere Szene spielt im Büro des Bosses, und der wird verkörpert von Christopher Lambert. „Leon war kreidebleich, als Lambert ihn mit seiner tiefen Stimme angesprochen hat – das hat super gepasst, auch wenn es nicht gespielt war. Leon war einfach eingeschüchtert von dem Mann, der mal der Highlander war.“ Der dies beobachtet hat, ist Serkan Kontas. Der 32-Jährige ist langjähriger Kumpel von Palushaj, sie sind zusammen auf die Kasseler Carl-Schomburg-Schule gegangen. Kontas, der sich als Manager und Mentor bezeichnet, hat seinen Freund über sein Business-Netzwerk in den Film gebracht.

Kontas ist gelernter Industriemechaniker und arbeitet wie Palushaj in der Automobilbranche. Er hat außerdem ein Modelabel, RoyalKon, und sich nach eigenen Angaben mit Kursen in Sachen Management fortgebildet. Auf der Fashionweek, im Umfeld des Filmfestivals in Cannes und auf anderen Glamourevents knüpft er Kontakte. Er weiß: „Selbst wer es hier weit gebracht hat, etwa in einer Serie wie ,Berlin Tag & Nacht‘ muss international bei Null anfangen.“ Dabei will er mit seinen VIP-Kontakten helfen.

Nach dem Einsatz in Davos haben Kontas und Palushaj Großes vor: Sie wollen den rund 30-köpfigen Filmtross von „Someone dies tonight“ zu Dreharbeiten nach Kassel locken und sind dazu auf der Suche nach Sponsoren. Produktplatzierungen oder auch kleine Rollen im Streifen seien für Geldgeber drin.

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