Lange Staus: Gleich zwei schwere Unfälle auf der Autobahn 7

Kassel. Nach zwei schweren Unfällen auf der Autobahn 7 kam es am Montag zu kilometerlangen Staus auf der Autobahn und den Ausweichstrecken rund um Kassel. Bereits am frühen Morgen mussten Autofahrer stundenlang warten, viele kamen zu spät zur Arbeit.

Am Nachmittag musste die A 7 nach dem zweiten Unfall erneut zeitweise voll gesperrt werden; in der Folge kam es zu Staus, die sich erst am frühen Abend auflösten.

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12 km Stau auf A7: Lkw-Fahrer schwer verletzt

Beim ersten Unfall auf der A 7 wurde ein 35-jähriger Lkw-Fahrer schwer verletzt. Er war gegen 6.30 Uhr zwischen den Anschlussstellen Kassel-Ost und Kassel-Mitte in Fahrtrichtung Süden mit seinem Sattelzug auf einen Lkw aufgefahren. Bei dem Aufprall wurde die Fahrerkabine so stark eingedrückt, dass der Fahrer aus Sachsen-Anhalt auf seinem Sitz eingeklemmt wurde.

Bilder von der Unfallstelle

Wieder Unfall auf der A 7

Der vom Notarzt versorgte Mann konnte von der Kasseler Berufsfeuerwehr erst nach 45 Minuten aus der demolierten Kabine befreit werden. Laut Polizei hatte der 25-jährige Fahrer des vorausfahrenden Lastwagens mit Anhänger sein Tempo vor der Anschlussstelle Kassel-Ost gedrosselt. Das habe der Sattelzugfahrer offenbar zu spät erkannt und fuhr auf das Lkw-Gespann auf. Beide Lkw stellten sich quer und blockierten die mittlere und rechte Fahrspur.

Der Schaden wird auf 180.000 Euro geschätzt; Rettungs- und Aufräumarbeiten dauerten mehrere Stunden. Der rechte Fahrstreifen blieb noch bis Montagmittag gesperrt.

Um 14.50 Uhr krachte es erneut auf der A 7 an der Anschlussstelle Kassel-Mitte, diesmal in Richtung Norden. Aufgrund des Fahrfehlers eines Autofahrers, der mit seinem Wagen von der A 49 kommend beim Einfädeln auf die A 7 einem Lkw die Vorfahrt genommen hatte, kam es laut Polizei zu einem Auffahrunfall. Nachdem der vorausfahrende Lkw auf den einscherenden Pkw geprallt war, fuhr der nachfolgende Lkw ebenfalls auf. Auch dieser Fahrer wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden, konnte aber nach ambulanter Behandlung an der Unfallstelle entlassen werden. Der leicht verletzte Autofahrer wurde ins Krankenhaus gebracht. Schaden: Rund 100.000 Euro. (rud/ach)

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