Leserfotos zu Blitzeinschlägen

Bäume entwurzelt, Straßen überflutet: Wieder Unwetter in der Region

Durch Sturmböen wurden am Abend zahlreiche Bäume entwurzelt und blockierten Straße - so wie hier in Südniedersachsen.

Mit Blitz und Donner hat sich die Hitzewelle aus Nordhessen und Südniedersachsen verabschiedet. Schauer und Gewitter zogen über die Region, sorgten für Überflutungen und entwurzelte Bäume.

Bei der heftigen Unwetterwelle scheint Kassel glimpflich davongekommen zu sein. Schwere Schäden sind der Polizei bisher nicht bekannt, heißt es auf Anfrage in der Einsatzzentrale. 33 Anrufer wurden dort bisher gezählt: mit Berichten über kleinere Schäden oder stellenweise Fahrbahnüberflutungen. Fazit der Polizei: "Es sind keine katastrophenähnlichen Zustände." Auch die Feuerwehr ist einige Einsätze gefahren, um heruntergefallene Äste oder Gegenstände zu beseitigen. "Nichts Dramatisches dabei", heißt es auch dort.

Auch in vielen anderen Orten mussten die Feuerwehren ausrücken.

Die Einsatzleitstelle des Polizeipräsidium Nordhessen verzeichnete wegen des Unwetters zwischen 17.50 Uhr und 20 Uhr insgesamt 35 Notrufe bzw. Mitteilungen zuständiger Polizeidienststellen. Demnach gab es trotz zahlreicher Einsätze keine Verletzten. Dafür aber in der gesamten Region entwurzelte Bäume, Äste auf Fahrbahnen und umgewehte Schilder. Vereinzelt wurden Fahrbahnen überflutet.

Weitere Unwetter in der Nacht in Südniedersachsen

Die Feuerwehr in Südniedersachsen ist auch in der Nacht zum Mittwoch kaum zur Ruhe gekommen: Während es in den anderen Teilen des Bundeslandes kaum zu Gewittern kam, stürzten im Raum Göttingen erneut zahlreiche Bäume um. Rund hundert Einsätze sei man in der Nacht gefahren, sagte ein Sprecher der Rettungsleitstelle am Mittwochmorgen. "Zu den Hochzeiten gingen fünf bis sechs Notrufe ein." Auch der Bahnverkehr in Südniedersachsen war am Mittwochmorgen auf einigen wenigen Linien eingeschränkt. "Vom Wochenende waren wir aber viel Schlimmeres gewöhnt", so der Sprecher.

Regiotram-Verkehr weiter eingeschränkt

Nach dem Unwetter am Dienstagabend fiel der Regiotramverkehr in Nordhessen auch am Mittwoch teilweise aus: Die Linie der RT5 (Kassel - Melsungen) wurde am Nachmittag wieder freigegegen. Die erste Regiotram von Melsungen nach Kassel fährt ab 15.35 Uhr wieder. Von Kassel in Richtung Melsungen fuhr die erste Bahn um 15.49 Uhr. Das teilte die KVG am Mittwochnachmittag mit. 

Aktualisiert um 20.30 Uhr.

Am Abend gegen 20.30 folgte die Mitteilung, dass auch die Strecke der RT9 (Kassel - Schwalmstadt/Treysa) ebenfalls wieder komplett frei ist. Zuvor war gegen 16.35 der Teil der Strecke zwischen Kassel und Wabern freigegeben worden.

Grund für die Behinderungen war ein Blitz, der in das Stellwerk Baunatal-Guntershausen eingeschlagen hatte.

Die Linie R5 zwischen Malsfeld-Beiseförth und Fulda über Bebra und Bad Hersfeld fährt wie gewohnt.

Alles Aktuelle zum Unwetter und den Auswirkungen auf den Verkehr lesen Sie bei Kassel-Live.

Ausfälle gab es auch auf den Strecken der RT3 (KS - Hofgeismar/Hümme) und der RT4 (KS - Wolfhagen). Grund waren ebenfalls Bäume und Äste, die im Bereich Obervellmar auf die Trassen gestürzt waren. Um 22.45 Uhr meldete die KVG, dass die Strecken wieder frei sind. Auch die Trasse der Tram 4 in Kassel war wegen mehrerer auf die Schienen gefallener Bäume am Dienstagabend teilweise vollständig gesperrt. Ein Großraumtaxi fuhr als Ersatz. Mittlerweile ist die Strecke wieder freigegeben.

Zeitweise war auch der Bahnhof Wilhelmshöhe in Kassel am Dienstagabend ohne Strom. Nach einem Ausfall lief am späten Abend erst wieder alles wie gewohnt, teilte die KVG mit.

Auf der Bahn-Strecke zwischen Kassel und Halle (Saale) sorgten Sturmschäden für Behinderungen. Wie eine Bahn-Sprecherin sagte, sind bei Halle Masten eines Energieversorgers auf die Oberleitungen gefallen. Der Fernverkehr werde weiträumig umgeleitet, der Regionalverkehr aus Richtung Kassel ende am Mittwoch in Eisleben (Kreis Mansfeld-Südharz).

Bereits am Sonntagabend gab es nach der Hitze am Wochenende starke Unwetter in Nordhessen und Südniedersachsen - hier gibt es dazu eine Übersicht und Fotos.

Leserfoto von Blitzeinschlag

Dieses Foto hat uns Leser Markus Heinemann aus Fürstenhagen geschickt.

Eigentlich hatte Markus Heinemann aus Fürstenhagen (Werra-Meißner-Kreis) nur die dunkle Wolke des nahenden Unwetters mit seinemSmartphone fotografieren wollen. Doch als genau 18.16 Uhr und 35 Sekunden der Blitz gar nicht weit von ihm einschlug, drückte er vor lauter Schreck den Auslöser. Als er dann im Display den Blitz scharf abgelichtet sah, dazu die Flammen aus den Weidepfosten schlagend, konnte er sein Glück über die gelungene Aufnahme kaum fassen.

Der Blitz war nur etwa 60 Meter entfernt von Frank Reuter eingeschlagen, der gerade in dem Moment die Tore auf seinem Aussiedlerhof im Betzenröder Weg 3 verriegelte. Der Boden unter ihm habe in dem Moment gebebt und in der Brust habe er einen stechendenden Schmerz verspürt, erinnerte er sich. Eine Weile habe er schon gebraucht, um sich von dem Schrecken zu erholen, noch dazu wo er weiß, wie viel Glück er dabei hatte. (zlr)

Leserfotos: Blitzeinschläge in der Region  

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Fürstenhagen: Haus brannte nach Blitzeinschlag

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