Auebad und Hallenbad Süd geschlossen

Warnstreik am Mittwoch: Kassel wird wieder lahmgelegt

Kassel. Die Gewerkschaft Verdi hat erneut zum Warnstreik aufgerufen. Am Mittwoch werden deshalb alle Bus- und Bahnverbindungen innerhalb Kassels entfallen. Auch die Regiotram-Linien im Stadtgebiet sind betroffen. Der öffentliche Nahverkehr wird nahezu vollständig lahmgelegt.

Laut KVG werden voraussichtlich keine Busse und Bahnen in Kassel sowie nach Vellmar, Fuldabrück, Baunatal und im Lossetal fahren. Weil die Fahrten der Regiotrams in Kassel entfallen, kann es auch zu Ausfällen in der übrigen Region kommen. Das NVV-Kundenzentrum in der Mauerstraße bleibt am Mittwoch ebenfalls geschlossen, das gilt auch für das Kundenzentrum der Städtischen Werke. 

Zudem hatte Verdi angekündigt, neben Beschäftigten in Kitas auch Klinikmitarbeiter zum Streik aufzurufen. Neben dem Auebad bleibt am Mittwoch auch das Hallenbad Süd geschlossen. Insgesamt rechnet die Gewerkschaft mit 4500 Teilnehmern, die sich in drei Demonstrationszügen zur Kundgebung auf dem Königsplatz bewegen. Ab 8.45 Uhr wird es deshalb auf der Ihringshäuser Straße, der Leipziger Straße und auf dem Steinweg zu Staus kommen. Die Kundgebung mit dem Ver.di-Bundesvorsitzenden Frank Bsirske beginnt um 10 Uhr auf dem Königsplatz.

Die Kindertagesstätten werden einen Notdienst anbieten, der Müll wird einen Tag später abgeholt.

Aktuelle Informationen von der Lage in Kassel gibt es am Mittwoch auf unserem Blog Kassel-Live.

Bereits am Dienstag vergangener Woche hatte Verdi die Mitarbeiter der KVG, der Stadtreiniger und andere Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes zum Streik aufgerufen. Das erwartete Verkehrschaos durch die Bus- und Bahnausfälle in Kombination mit den Baustellen in der Innenstadt war jedoch weitgehend ausgeblieben. Zu Behinderungen kam es allerdings durch zwei Protestzüge der Streikenden, die durch die Innenstadt zum Rathaus führten.

Aktualisiert um 13.50 Uhr

Die Gewerkschaften fordern für die Angestellten von Bund und Kommunen eine Gehaltserhöhung um einen Sockelbetrag von 100 Euro sowie weitere 3,5 Prozent.

Alternativen im Verkehr

Vor dem vergangenen Streik am Dienstag hatte der NVV einige Empfehlungen ausgesprochen, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln mobil zu bleiben.  

Für Schauenburg: Hier fahren die Linien 52, 53 und 59 regulär. Die 52 fährt in die Kasseler Innenstadt. Im Spätverkehr empfiehlt sich der Umstieg von der Linie 53 auf die Linien 100 und 500 oder auf die Züge und Regiotrams am Bahnhof Wilhelmshöhe.

Für Baunatal: Hier kann entweder Richtung Guntershausen (Umstieg Regiotram) oder an der Stadtmitte mit Bus 51 nach Kassel gefahren werden. Die Linie 51 fährt bis Bahnhof Wilhelmshöhe. Dort kann auf die Züge und Regiotrams oder auf die Linien 52, 100 und 500 umgestiegen werden.

Für Fuldabrück: Hier gibt es nur begrenzte Alternativen. Die Linie 50 fährt, jedoch fehlen an beiden Enden die Anschlüsse in die Innenstadt. Von Dennhausen/Dittershausen empfiehlt sich die Regiotram am Bahnhof Rengershausen, von Dörnhagen die Linie 50 nach Guxhagen und Umstieg auf Cantus oder Regiotram und von Bergshausen die Linie 35 nach Lohfelden und Umstieg auf die Linie 37.

Für Lohfelden: Hier fahren die Busse nach Plan, aber bestehen am Abend am Platz der Deutschen Einheit keine Anschlüsse von und nach Kassel Innenstadt. Auch sollten Fahrgäste der Linie 35 nicht zum Lindenberg, sondern nach Lohfelden zum Umstieg auf die Linie 37 fahren.

Für Kaufungen und Nieste: Hier fährt die Linie 34, aber die Tram entfällt. Umsteigemöglichkeiten von der Linie 34 in Staufenberg auf die Linie 32 bestehen nur begrenzt.

Für Niestetal und Staufenberg: Hier fahren alle Buslinien. Von der Linie 30 muss am Platz der Einheit auf die Linien 32 oder 37 umgestiegen werden. Im Spätverkehr entfällt der Anschluss am Platz der Einheit.

Für Fuldatal: Hier fahren die Buslinien nach Plan, jedoch enden sie an der Ihringshäuser Straße ohne Anschluss, da die Trams nicht fahren. Es wird empfohlen, am Bahnhof Ihringshausen auf die Cantus-Züge umzusteigen.

Für Vellmar: Hier fahren die Buslinien 41, 43, 44 und 48. Allerdings entfällt die Tram. Es wird empfohlen die Züge und Regiotrams in Obervellmar und Niedervellmar zu nutzen, beide Bahnhöfe sind mit den Bussen erreichbar.

Für Espenau: Hier fahren Regiotram und Busse. Jedoch entfällt bei der Linie 47 die Anschlussmöglichkeit mit der Tram 1. Daher sollten Fahrgäste zum Bahnhof Mönchehof fahren oder nach Schäferberg, wo auf die Linie 100 umgestiegen werden kann, die bis nach Kassel fährt.

Für Calden: Hier fahren alle Busse und die Regiotram in Fürstenwald. Fahrgäste können auch gut mit der Linie 100 bis nach Kassel kommen.

Für Ahnatal: Hier fahren alle Busse, Züge und Regiotrams. Bei der Linie 48 kann jedoch in Vellmar und an der Ihringshäuser Straße nicht mehr die Tram genutzt werden.

Für Habichtswald: Hier fährt die Linie 110, die Linie 22 fährt nicht. Fahrgäste sollten die Linie 110 bis Bahnhof Wilhelmshöhe nutzen und dort in die Züge, Regiotrams oder die Buslinien 52, 100 und 500 umsteigen. (sal/tos/bon)

Video: Warnstreik und Protest in Kassel

Rubriklistenbild: © HNA / Fischer

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