Noch drei Schulleiterposten in Kassel vakant

Uwe Petersen ist neuer Schulleiter am Wilhelmsgymnasium

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Gestern war Dienstbeginn: Uwe Petersen ist der neue Schulleiter am Wilhelmsgymnasium.

Kassel. Das Wilhelmsgymnasium hat einen neuen Schulleiter: Uwe Petersen. Montag ist der 54-Jährige in der Schule an der Kunoldstraße zu seinem ersten Arbeitstag angetreten.

Zuvor arbeitete Petersen als Pädagogischer Leiter an der Freiherr-vom-Stein-Schule in Hessisch Lichtenau. An der kooperativen Gesamtschule mit G 8 und gymnasialer Oberstufe war er zwölf Jahre lang tätig. Davor gab es für den Pädagogen die Station Groß-Gerau, wo er als Lehrer für Deutsch, Politik und Wirtschaft an einem neu eingerichteten Mittelstufengymnasium lehrte. Petersen hat in Kassel studiert und war dort als Lehrbeauftragter tätig.

Er lebt mit seiner Ehefrau und den sechs- und zweijährigen Söhnen in Helsa. „Ich bin hier herzlich empfangen worden und es bereitet mir große Freude, an dieser guten Schule zu arbeiten“, sagte Petersen an seinem ersten Arbeitstag.

Über drei Monate vakant

Seitdem sich Dr. Jürgen Ziegler Anfang dieses Jahr in den Ruhestand verabschiedet hatte, war die Schulleitung am WG vakant gewesen. Es ist offenbar zunehmend problematisch, Schulleiterposten neu zu besetzen. Nahtlose Übergänge gibt es immer seltener. Die Zahl der Bewerber hat drastisch abgenommen. Auch für den Schulleiter-Posten am Traditionsgymnasium WG hatten sich gerade mal zwei Interessenten beworben.

Ein neuer Schulleiter wird zurzeit auch für das Friedrichsgymnasium gesucht. Als sich die jetzt in den Ruhestand scheidende Direktorin Christa Palmié 2007 um den Posten beworben hatte, war sie die einzige Bewerberin. Eine Erschwernis war damals das altsprachlich geprägte Anforderungsprofil für die FG-Leitung. Darauf werde inzwischen verzichtet. Der FG-Schulleiter müsse nicht mehr zwingend Latein und Griechisch studiert haben, sagt der Sprecher von Kultusministerin Nicola Beer (FDP), Christian Henkes. Die Ausschreibungsfrist für die Palmié-Nachfolge sei beendet, das Auswahlverfahren im Kultusministerium laufe. Zur Zahl der Bewerber macht das Ministerium keine Angaben.

In Kassel sind aktuell zwei weitere Schulleiterstellen vakant. Es sind die der Grundschulen Wolfsanger/Hasenhecke und Dorothea-Viehmann-Schule. In beiden Fällen laufen nach Auskunft des Staatlichen Schulamts noch die Ausschreibungsfristen.

100 Euro Zulage

Ein Grund für die geringe Bewerberzahl: Der Schulleiter-Job ist viel stressiger und verantwortungsvoller geworden. „Ein echter Manager-Job“, so formulierte es ein ehemaliger Kasseler Schulleiter. Mit der Zunahme von Aufgaben bei vergleichsweise bescheidenen Vergütungsunterschieden – es kommt vor, dass der Schulleiter 100 Euro Zulage mehr als sein Stellvertreter verdient – hat der Posten an Attraktivität verloren.

Von Christina Hein

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