Neuer Asta mit Lea Heidbreder (Grüne) an der Spitze will zudem stärker auf die Studenten zugehen

Sie will Campus ökologischer machen

Grüne Ideen für die Uni: Lea Heidbreder (20) ist neue Vorsitzende der Studentenvertretung Asta. Foto: Rudolph

Kassel. Mehr Bio-Essen in der Mensa, Recycling-Papier in allen Instituten und Informationen zum energiebewussten Studentenleben: Der neue Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) mit Lea Heidbreder von den Grünen an der Spitze schreibt sich die Themen Ökologie und Nachhaltigkeit auf die Fahnen.

Die 20-jährige Psychologiestudentin ist zugleich Referentin für Ökologie, Mobilität und Verbraucherschutz. Auch ein Asta-Laden mit Schreibwaren aus Recyclingpapier zu günstigen Preisen, ein Fahrrad-Flohmarkt und eine Tauschbörse für Fachliteratur schweben der gebürtigen Bielefelderin für ihre Amtszeit vor.

Keine Einigung mit Jusos

Seit anderthalb Jahren gehört die kleine, ruhig wirkenden junge Frau der grünen Hochschulgruppe an. Zusammen mit der unabhängigen Liste KUS und der Liste Witzenhausen KAWIAR (Kasseler- Witzenhäuser-Aktionsrat) stellen die Grünen den neuen Asta, quasi die Regierung der Studierenden. Mit den Jusos, die bei der Hochschulwahl knapp hinter den Grünen landeten, habe man sich vor allem in personellen Fragen nicht einigen können, berichtet Lea Heidbreder. Mit KUS und KAWIAR sei die Stimmung von Anfang an motiviert gewesen, und die Ideen hätten gesprudelt.

Dass der grün-orange-grüne Asta sich als Team begreift, ist der neuen Vorsitzenden wichtig. „Es geht darum, die Interessen der Studierenden zu vertreten“, sagt die Psychologie-Studentin. „Wenn man sich an internem Listen-Hickhack aufreibt, kann das nicht funktionieren.“ Auf eine gute Zusammenarbeit hofft Heidbreder aber auch mit der Opposition. „Die Jusos sind ja nicht ausgeschlossen, ich hoffe, dass sie sich weiter konstruktiv einbringen.“

Einsetzen will sich die neue Studentenvertretung auch für mehr kulturelle Vielfalt im K19 und der Uni insgesamt, kündigt Lea Heidbreder an. Gerade im documenta-Jahr biete es sich an, Aktionen aus dem Bereich Kunst und Kultur auf dem Campus zu veranstalten.

Außerdem will sich der Asta für bessere Studienbedingungen einsetzen: weniger verschultes Lernen in Bachelor und Master, wo es möglich ist, und einen leichteren Zugang zu Auslandsaufenthalten.

Doch nicht nur Service und Veranstaltungen wolle der Asta bieten. „Wir wollen auch eine politische Studierenden-Vertretung sein.“ Ziel müsse vor allem sein, die Wahlbeteiligung, die im Januar auf 17 Prozent eingebrochen war, wieder zu steigern. Dafür müsse den Studenten klar sein, dass der Asta auch etwas für sie tut. Der vorige Asta habe dabei bereits den Dialog gesucht und viele Veranstaltungen angeboten.

Lea Heidbreder setzt darauf, noch mehr auf die Studenten zuzugehen, anstatt zu hoffen, dass sie von allein kommen. So soll künftig regelmäßig an Infos-Ständen auf dem Campus über die Arbeit des Asta berichtet werden und die Zeitschrift Medium nicht nur ausgelegt, sondern den Studenten in die Hand gedrückt werden.

Von Katja Rudolph

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