Sebastian Riegger aus Wehlheiden heute bei Bundeswettbewerb

Er will Deutschlands bester Reiniger werden

Er vertritt Hessen beim Bundesleistungswettbewerb der Gebäudereiniger: Sebastian Riegger. Foto:  Konrad

Kassel. Sebastian Riegger aus Kassel vertritt am Freitag Hessen als bester Geselle im Gebäudereiniger-Handwerk beim Bundesleistungswettbewerb in Bad Salzuflen. Der 20-Jährige aus Wehlheiden schloss vor zwei Monaten seine Ausbildung mit den Noten 2,0 in der praktischen und 1,5 in der schriftlichen Prüfung ab.

Es war das beste Ergebnis aller Auszubildenden dieser Branche in ganz Hessen. „Ich werde mein Bestes geben“, sagt Riegger, der seine dreijährige Ausbildung bei der Firma Gebäudereinigung Richter in Niestetal absolviert hat und jetzt dort arbeitet.

„Ich war schon als kleiner Junge davon begeistert, wenn ich Fensterputzer in großer Höhe habe arbeiten sehen“, erzählt er. Zudem sei es ein handwerklich sehr angesehener Beruf. Die Vielseitigkeit und das Improvisationsvermögen, die der Beruf abverlange, faszinieren ihn besonders. „Die Anforderungen passen einfach zu mir“, sagt der Wehlheider. Zudem komme man viel herum und lerne viele unterschiedliche Menschen kennen. Sein Arbeitsbereich erstreckt sich in der Regel auf ein Gebiet von etwa 100 Kilometern rund um Kassel. „Wir haben aber auch schon in Wiesbaden Fassaden gereinigt“, berichtet er.

Fassade bis Fußböden

Zum Aufgabengebiet der Gebäudereiniger gehört alles an und in einem Gebäude. Das beginnt außen bei der Fassade und den Fenstern und erstreckt sich bis hin zu Fußböden und Einrichtungsgegenständen innen. Die Herausforderung: Man muss für jede Oberfläche, jedes Material das richtige Reinigungsverfahren anwenden. Dafür ist ein umfangreiches Wissen über die Besonderheiten der unterschiedlichen Materialien, die Wirkungsweise der Reinigungsmittel und der Reinigungstechniken notwendig. Auch die Gegebenheiten vor Ort sind sehr unterschiedlich. „Manche Stellen sind äußerst schwierig zu erreichen, da ist schon Improvisationstalent gefragt“, sagt Riegger, der in seiner Freizeit Fußball beim Kasseler SV spielt und regelmäßig im Fitness-Studio trainiert.

Der Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Reinigung von Fassaden, Fenstern und Böden. Als motivierend empfindet er vor allem den Vorher-nachher-Effekt: „Ich bin schon stolz, wenn etwa ein Teppichboden nach der Reinigung wie neu aussieht.“ Die Ergebnisse seien oft verblüffend.

Beim Bundeswettbewerb muss Riegger sein Können bei der Reinigung von Leuchten, Polsterstühlen, eines Glasdachs und eines Hartbodens unter Beweis stellen. Der Sieger erhält 2500 Euro, der Zweite 1500 Euro und der Dritte 500 Euro. Ziel des Wettbewerbs ist es, begabte Gesellen in ihrer beruflichen Entwicklung zu fördern sowie das Handwerk und sein vielseitiges Tätigkeitsfeld darzustellen. (mkx) 

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