SPD will Ende Juni entscheiden über Branner

Uwe Frankenberger

Kassel. Wie die Kasseler Sozialdemokraten mit den Erkenntnissen über die früheren Kasseler Oberbürgermeister Branner, Lauritzen und Seidel umgehen, soll bis Ende Juni entschieden sein. So ist zumindest die Vorstellung von Uwe Frankenberger, Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Kassel-Stadt. Bis dahin wolle die Partei noch zu einer Veranstaltung einladen, um über das Pro und Kontra über die Ehren und Würden für Branner, Lauritzen und Seidel zu diskutieren. Dieser Prozess solle zum einen parteiintern, zum anderen aber auch „mit der Stadtgesellschaft“ laufen, sagte Frankenberger auf Anfrage.

Er selbst lese gerade das Buch, in dem Historiker die Verbindungen von Karl Branner, Lauritz Lauritzen und Willi Seidel – alle drei waren Mitglieder der SPD – zum nationalsozialistischen Regime beschrieben haben. Dies sei eine „wichtige Grundlage“ für die weitere Diskussion. Frankenberger bezeichnete gerade die Erkenntnisse und die Diskussion um Karl Branner als einen „sehr schmerzlichen Prozess“ für die SPD. Schließlich sei der „beliebteste Oberbürgermeister“ für viele Kasseler Sozialdemokraten eine „Ikone“ gewesen. Eine Erklärung, warum die Verbindungen der drei früheren Stadtoberhäupter zum Naziregime so lange kein Thema waren, habe er nicht. (clm) Archivfoto: Schachtschneider

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