Er will die SPD kämpfen sehen

Oppositionsführer Steinmeier macht Kasseler Genossen Mut

Dank an Frank-Walter Steinmeier (Mitte) für den SPD-Wahlkampfauftritt in Kassel: Wolfgang Decker (links) und Ulrike Gottschalck mit dem Oppositionsführer im Bundestag. Foto: Zgoll

Kassel. Die Sozialdemokraten müssten „kämpfen, kämpfen, kämpfen“, rief Frank-Walter Steinmeier von der Wahlkampf-Bühne auf dem Opernplatz. Dann könne es mit dem politischen Wechsel in Hessen klappen. „Und das kann auch im Bund gelingen“, gab der Oppositionsführer im Bundestag seinen Genossen mit auf den Weg.

200 Parteimitglieder und SPD-Anhänger aus der Region waren am Samstag dem Aufruf zur Kundgebung mit dem SPD-Fraktionschef im Bundestag gefolgt. Steinmeier ging mit der Bundesregierung hart ins Gericht: „Frau Merkel hat in den letzten vier Jahren dieses Land in den Tiefschlaf geredet“. Es seien die Sozialdemokraten gewesen, die zuvor den kranken Mann Deutschland wieder auf die Beine gestellt hätten. „Es geht uns heute Gott sei Dank besser als vielen in Europa“, sagte Steinmeier, „aber wenn einer damit nichts zu tun hat, dann ist es diese Bundesregierung.“

Die SPD habe aus ihrer 150-jährigen Geschichte eine historische Verantwortung für die arbeitenden Menschen. Steinmeier bekräftigte das Ziel Mindestlohn: „Wer jeden Tag zur Arbeit geht, der muss dafür einen Lohn bekommen, von dem er auch leben kann.“ Bei der Rente gehe es, „nachdem wir eine Grundsicherung hingekriegt haben“, künftig um eine Solidarrente für alle.

SPD-Wahlkampf auf dem Opernplatz mit Frank-Walter Steinmeier

„Sorgen Sie dafür, dass Ulrike Gottschalck demnächst noch nicht so viel Zeit für ihren Garten hat“, sondern erneut in den Bundestag einziehen dürfe, forderte Steinmeier die Wähler auf: „Kreuzen Sie SPD auf ihrem Wahlzettel an.“ Neben Ulrike Gottschalck, die mit dem Oppositionsführer zu einem Plausch auf dem roten Sofa Platz nahm, waren auch die SPD-Landtagskandidaten Wolfgang Decker und Uwe Frankenberger sowie der hessische Oppositionsführer und Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümpel mit von der Partie bei der Eröffnung der heißen Wahlkampfphase der SPD in Stadt und Landkreis Kassel.

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