Verlängerung um mindestens zehn Jahre

K+S will länger als 2015 Kali-Abwässer versenken - Erlaubnis läuft dann aus

Kassel. K+S will deutlich länger Kaliabwässer in tiefe Gesteinsschichten an der Werra versenken als vom Regierungspräsidium Kassel erlaubt. Konzernchef Norbert Steiner sagte das laut hr-online in einem Pressegespräch. Es gehe um mindestens zehn Jahre, wird Steiner zitiert.

Die geltende Erlaubnis von 2011 läuft Ende 2015 aus.

Schon 2011 waren mit Verweis auf Risiken für Grund- und Trinkwasser durch zurücksteigende Abwässer die zehn Jahre halbiert worden, die K+S beantragt hatte. Witzenhausens Landtagsabgeordnete Sigrid Erfurth, Vize-Fraktionschefin der jetzt mitregierenden hessischen Grünen sagte damals: „Der 30. November 2015 muss das Datum sein, an dem die Laugenversenkung endgültig beendet wird.“ Der zweite Entsorgungsweg, Einleitung von Abwässern in Werra und Weser, ist bis Ende 2020 genehmigt.

Mit einem gemeinsamen Antrag forderten CDU und Grüne unterdessen K+S gestern auf, endlich ein genehmigungsfähiges Gesamtkonzept für die dauerhafte Entsorgung seiner salzhaltigen Abfälle vorzulegen. Der Antrag wurde im Umweltausschuss des Landtages verabschiedet. Der vom Kasseler Kalikonzern geforderten fortgesetzten Versenkung erteilten die die beiden nordhessischen Abgeordneten von CDU und Grünen, Dirk Landau und Sigrid Erfurth, eine klare Absage.

„Statt über nicht genehmigungsfähige Entsorgungswege zu phantasieren, sollte sich das Unternehmen stärker anstrengen, durch weitere Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen feste und flüssige Abfälle vor Ort zu reduzieren“, forderten beide in einer Pressemitteilung. (wrk)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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