SPD will Stadtteilzentrum

In Forstfeld fehlen Räume für Senioren, Vereine und Kleinkinderbetreuung

Esther Kalveram

Forstfeld. „Es muss jetzt darum gehen, Alternativen zu finden“, fordert Esther Kalveram, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Forstfeld, angesichts der gescheiterten städtischen Planung für die leer stehende ehemalige Heinrich-Steul-Schule.

Dort sollte ein generationsübergreifendes Stadtteilzentrum entstehen. Die Stadt wollte in die Gebäude am Forstbachweg 16 rund 420 000 Euro investieren, hat aber das Geld nicht.

„Wir können akzeptieren, dass durch die angespannte Haushaltslage im Interesse der gesamten Stadt von weiteren hohen Investitionen in die Gebäude abgesehen wird, wir können ebenfalls akzeptieren, dass die Stadt die Gebäude wegen der hohen Folgekosten nicht wirtschaftlich betreiben kann“, sagt die SPD-Stadtverordnete, die auch Mitglied im Ortsbeirat Forstfeld ist. Inakzeptabel sei aber, trotz des Bedarfs für ein Stadtteilzentrum, die Planung nun einfach in der Schublade verschwinden zu lassen.

Dabei gehe es nicht nur um Angebote für Senioren und Vereine, die momentan keine barrierefreien Räume im Stadtteil zur Verfügung hätten. „Wir sehen die Betreuungssituation im Stadtteil kritisch,“ erklärt die Sozialdemokratin. Momentan gebe es keinen Platz für die Betreuung von Kindern unter drei Jahre, obwohl der Rechtsanspruch der Eltern auf einen Betreuungsplatz stetig näher rücke. Im benachbarten Haus Forstbachweg gebe es zwar Räume, es sei aber zu bezweifeln, dass diese für 42 Hortkinder aus der Kindertagesstätte als auch für die Tagesgruppe Ost, die mit einziehen sollte, ausreichten.

Die Stadt habe immer wieder betont, dass sich die Investition von 420 000 Euro in die Heinrich-Steul-Schule rechne, weil man damit auf einen Neubau im Stadtteil verzichten könne, der viel teurer wäre. Die SPD habe daher interessiert zur Kenntnis genommen, dass Kassels Jugenddezernentin Anne Janz (Grüne) in der jüngsten Ortsbeiratssitzung eben diesen Neubau an der Grundschule am Lindenberg doch wieder ins Spiel gebracht habe. „Uns bestätigt dies in der Auffassung, dass hier dringend etwas getan werden muss,“ sagt Esther Kalveram.

Angesichts dieser Situation könne man nicht einfach sagen: Es sei nun einmal kein Geld da, sondern müsse an Lösungen arbeiten, die die Interessen des Stadtteils Forstfeld angemessen berücksichtigen würden. (ach) Foto: Koch

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.