Geld für Harleshausen

SPD will Wilhelmshöher Freibad abreißen - Geld für Harleshausen

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Attraktives Gelände: Die SPD will das Freibad abreißen und dafür Baugrundstücke in Bestlage von Bad Wilhelmshöhe schaffen. Mit dem Erlös könne das Bad in Harleshausen saniert werden.

Kassel. Lieber ein Bad als kein Bad. Unter diesem Motto hat die SPD einen Vorschlag in der Debatte um Kassels Freibäder auf den Tisch gelegt. Der sieht vor, dass aus dem äußerst lukrativen Gelände in Bad Wilhelmshöhe Baugrundstücke gemacht werden.

Nach Abzug der Kosten für den Abriss des Bades und die Erschließung müssten noch mindestens fünf Millionen Euro übrig bleiben, so die Rechnung.

„Mit diesem Geld könnten wir das Bad in Harleshausen sanieren, ohne den städtischen Haushalt zu belasten“, sagt Christian Geselle, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD. Mit dem Kämmerer und Bäderdezernenten Dr. Jürgen Barthel (ebenfalls SPD) sei dieser Vorstoß abgestimmt.

Auch die CDU kommt als Mehrhreitsbeschaffer für den SPD-Vorstoß nicht in Frage. „Wir bleiben dabei, dass beide Bäder saniert werden sollen“, sagt Dr. Norbert Wett für seine Fraktion.

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Das hat die SPD bereits einkalkuliert. Sie will den Förderverein Freibad Harleshausen dazu gewinnen, ein Bürgerbegehren auf den Weg zu bringen. Für den SPD-Vorschlag, für Harleshausen und gegen das Wilhelmshöher Bad. „Dazu kann ich noch nichts sagen, wir wählen erst einmal unseren Vorstand neu“, sagt Anita Mahrt, die Vorsitzende des Fördervereins. „Wir kämpfen weiter für den Erhalt beider Bäder“, sagt ihr Kollege Kuno Hottenrott aus Bad Wilhelmshöhe. Den SPD-Vorstoß bezeichnet er als überraschend und erschreckend.

Von Thomas Siemon

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