Wege von Besuchern werden analysiert für bessere Beschilderung

Uni will wissen, wo’s im Bergpark lang geht

Spaziergang für die Forschung: Die Uni Kassel untersucht, wo sich die Besucher im Bergpark bewegen. Anhand der Ergebnisse soll die Beschilderung im Park verbessert werden. Foto: Schachtschneider

Kassel. Wie finden sich die Besucher im Bergpark Wilhelmshöhe zurecht? Welche Wege im Park benutzen sie, und wo halten sie sich auf? Diesen Fragen gehen Landschaftsarchitekten der Uni Kassel jetzt auf den Grund. Dafür analysieren sie Bewegungsprofile von Spaziergängern und Touristen im Bergpark. Freiwillige Testpersonen können sich an der Untersuchung, die in den nächsten Wochen läuft, beteiligen.

Anhand der Erkenntnisse wollen die Wissenschaftler Empfehlungen für eine bessere Beschilderung für den Bergpark geben, der seit Kurzem Weltkulturerbe-Status hat. Viele Besucher – vor allem auswärtige – empfinden die derzeitige Beschilderung des Parks und der Sehenswürdigkeiten als unübersichtlich und verwirrend.

„Wir wollen wissen, wie leicht oder schwer den Besuchern die Orientierung fällt und wo sie sich im Bergpark überhaupt bewegen“, sagt Kerstin Schneider, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Landschaftsarchitektur / Technik. Dazu bekommen Besucher, die sich als Testperson zur Verfügung stellen, GPS-Geräte ausgehändigt. Diese zeichnen die Routen der Besucher durch den Bergpark auf.

Die anonymisierten Datensätze werden nachher von den Wissenschaftlern ausgewertet. „Dann können wir sehen, ob sich Hauptrouten oder tote Winkel abzeichnen“, sagt Schneider, die bei Fachgebietsleiter Prof. Wigbert Riehl ihre Doktorarbeit zum Thema schreibt.

Auf einem Fragebogen können die Teilnehmer zudem angeben, wie sie sich orientiert haben und ob die Beschilderung hilfreich war. In zwei Phasen wollen die Wissenschaftler die Wege von insgesamt 400 Parkbesuchern analysieren. Die erste Phase läuft jetzt an und geht bis 1. Dezember. Die zweite folgt in der Wasserspielsaison im Mai.

„Auch Einheimische, die gern im Bergpark spazieren gehen, können sich an dem Projekt beteiligen“, sagt die Doktorandin. Wichtig sei, dass die Testpersonen sich während der GPS-Aufzeichnung nicht anders verhalten als sonst auch.

Das Uni-Team ist jeweils samstags, sonntags und mittwochs (11 bis 17 Uhr) im Bergpark. Ansprechpartner stehen am Herkules, am Schloss Wilhelmshöhe, am Lac, an der Endstation der Linie 1 und an den Parkeingängen Nussallee, Mulang-Dorf. Um aufzufallen, haben die Wissenschaftler blaue, sternförmige Luftballons dabei. (rud)

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