Corona-Krise

Wimmelbilder für daheim

Comic-Bilder mit Abstand: So sieht der Comic-Zeichner Christian Peter alias KrissFizz in diesen Tagen Kassel. Aus Fotos eines Wohnhauses in der Wolfh ager Straße und dem Rathaus macht er bunte Kunst mit der Empfehlung, zuhause zu bleiben. FotoS: KrissFizz

Es werden Initiativen gesammelt, die zeigen, dass das Leben trotz Corona weitergeht. Ein Comic-Zeichner aus Kassel malt Wimmelbilder über die besondere Situation. 

Kassel – In dieser Rubrik sammeln wir Initiativen, die zeigen, dass das Leben trotz Corona weitergeht. Wenn Sie ein Projekt für „Wir stehen zusammen“ kennen, schreiben Sie uns.

Wimmelbilder über die Corona-Situation

In Kassel wimmelt es nur so von Menschen – zumindest auf den Bildern des Comic-Zeichners Christian Peter alias KrissFizz. Von seinem Büro in der Wolfhager Straße schaute der 58-Jährige auf das Wohnhaus gegenüber und dachte sich: Dort müssen wegen Corona nun sehr viele Menschen sein. Also fotografierte er das Haus und malte Menschen in die Fenster, aber alle mit dem nötigen Abstand zueinander.

Seitdem sind weitere ungewöhnliche Wimmelbilder dazugekommen – etwa vom Schloss Wilhelmshöhe und dem Rathaus, aus dem der Oberbürgermeister lugt. Auf der Suche nach geeigneten Motiven ist Peter einen ganzen Tag durch die Stadt gefahren und stellte fest: „Es gibt so viele schöne Ecken. Ich kann nicht verstehen, dass über Kassel gelästert wird.“

Wimmelbilder über die Corona-Situation: Schluss mit Jammern

Eine Botschaft seiner Kunst lautet demnach: Schluss mit Jammern. Lasst uns nicht ständig auf das Hässliche schauen. Nicht nur Kinder werden bei KrissFizz immer wieder etwas Neues entdecken. Auf Wunsch fertigt er auch Wimmelbilder von besonderen Motiven an.

Das Zeichnen hat sich der gelernte Werbetechniker selbst beigebracht. In Schulen leitet er Comic-AGs. Mit dem Filmproduzenten Ralf Kemper hat Peter vor einem Jahr die Firma Filmteam.tv gegründet, die Imagevideos herstellt. Zuletzt arbeitete das Duo an dem Spielfilm „Der Spiegel“. Das Familiendrama mit TV-Star Eva Habermann handelt von Demenz. Wann der Film Premiere haben kann, ist nun ungewiss.

krissfizz.de

Wimmelbilder über die Corona-Situation: Caritas sammelt Stoff

Immer mehr Menschen tragen Mund-Nasen-Masken – nicht nur um sich, sondern vor allem um andere besser vor einer Corona-Infektion zu schützen. Der Caritasverband Nordhessen in Kassel sammelt ab sofort Stoffspenden und leitet sie an private Nähinitiativen in Kassel und Umgebung weiter, die daraus Masken fertigen.

Gesucht werden reine Baumwollstoffe, die kochfest sind und doppelt gelegt noch atemdurchlässig sind. „Wer noch die berühmte alte Bettwäsche im Schrank hat, die seit Jahren nicht mehr aufgezogen wurde, kann zuhause ausmisten und zugleich etwas Gutes tun“, sagt Caritasgeschäftsführer Alexander Ponelies. Auch Geschirrtücher seien gut geeignet. Ebenfalls können breite Gummizugbänder zum Fixieren der Masken gespendet werden. All das sei wegen der hohen Nachfrage nach Masken derzeit schwer zu beschaffen.

Corona-Situation: Initiativen nähen Masken

Die Caritas gibt das gespendete Material an die ehrenamtlich oder zum Selbstkostenpreis arbeitenden Initiativen weiter, die wiederum die selbst gemachten Mund-Nasen-Masken dann dorthin vergeben, wo sie gebraucht werden – an alte oder vorerkrankte Menschen, soziale Einrichtungen oder Pflegeheime.

Menschen, die Stoff spenden wollen, sowie Nähinitiativen, die Stoffnachschub benötigen, können sich zum Beispiel per E-Mail bei der Caritas melden. Dann wird eine kontaktlose Übergabe der Stoffe vereinbart. In besonderen Fällen ist auch eine Abholung möglich.

Kontakt: masken@caritas-kassel.de caritas-kassel.de/corona

Wimmelbilder über die Corona-Situation: DRK hilft am Telefon

Ihnen fällt zu Hause die Decke auf den Kopf? Sie machen sich Sorgen und haben niemanden, mit dem Sie gerade darüber sprechen können? Oder Sie brauchen Unterstützung bei der Suche nach Hilfs- und Unterstützungsangeboten? Wenn Sie eine oder mehrere dieser Fragen mit ja beantwortet haben, ist der DRK-Stadtteiltreff Mombach für Sie da.

Er bietet Senioren ein telefonisches Gesprächs- und Informationsangebot, um zu helfen oder einfach nur zuzuhören. Täglich von Montag bis Freitag in der Zeit von 10 bis 14 Uhr steht der Leiter des DRK-Stadtteiltreffs, Heiner Dickhaut, unter 0561/8619- 866 telefonisch zur Verfügung.  mal/rud/aea

Die neuesten Entwicklungen zu Corona in Kassel gibt es im News-Ticker.

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