Anlagen haben ein Drittel mehr Strom erzeugt als erwartet

Windräder rund um Kassel produzieren mehr Energie

Fast 200 Meter hoch: Am Warpel in der Söhre steht einer der Windparks in der Region.
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Fast 200 Meter hoch: Am Warpel in der Söhre steht einer der Windparks in der Region.

Die vier lokalen Windparks Kreuzstein, Söhrewald/ Niestetal, Rohrberg und Stiftswald haben zwischen Januar und März 2020 ein Drittel mehr Strom produziert als erwartet.

Nach Daten der Städtischen Werke haben die insgesamt 29 Windräder in dem Quartal knapp 99 Millionen Kilowattstunden (kWh) erzeugt. Damit ließen sich fast 40 000 Haushalte in der Stadt Kassel versorgen, in deren Stromnetz die gesamte Energie eingespeist wird.

„Die erfreulichen Quartalszahlen unterstreichen erneut eindrucksvoll, dass die Erneuerbaren und vor allem die Windkraft im Kampf gegen den Klimawandel nicht wegzudenken sind“, sagt Dr. Michael Maxelon, Vorstandsvorsitzender der Städtischen Werke, eine der Anteilseigenrinnen der Anlagen.

Die Windparks sind Gemeinschaftsprojekte verschiedener regionaler Akteure aus Nordhessen. Neben den Sun-Stadtwerken aus Bad Sooden-Allendorf, Eschwege, Homberg, Kassel, Witzenhausen und Wolfhagen sind die Bürgerenergiegenossenschaften Kassel und Söhre, Niestetal DEiN, Kaufunger Wald, Wolfhagen, Werra-Meißner und Waldhessen beteiligt, die Gemeinden Fuldabrück und Kaufungen, die Gemeindewerke Lohfelden, die Kommunalwerke Region Kassel sowie die Thüga Erneuerbare Energien. „Grund für den sehr hohen Ertrag waren zum einen die sehr guten Windverhältnisse vor allem im Februar, zum anderen aber auch die guten technischen Verfügbarkeiten des größten Teils der Anlagen. Selbst der Windpark Söhrewald/ Niestetal, in dem im Februar aufgrund eines technischen Defektes einzelne Anlagen über mehrere Tage nicht in Betrieb waren, lag 20 Prozent über Plan“, so Thomas Meil, Geschäftsführer der Sun Stadtwerke Union Nordhessen. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2018 haben die vier Windparks 226 Millionen kWh ins Kasseler Stromnetz gespeist.

Interessierte Bürger können einer der Bürgerenergiegenossenschaften beitreten und Anteile erwerben. Zudem bieten die Städtischen Werke für drei Euro mehr im Monat Strom aus dem Windpark Kreuzstein beziehungsweise Stiftswald an.

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