Nolda: VGH-Urteil berührt hiesige Anlage nicht

Windrädern in Söhre droht kein Stillstand

Kassel. Die Ablehnung eines geplanten Windparks bei Sontra durch den Hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel hat keine Auswirkung auf den Windpark in der Söhre. Das versicherte Kassels Stadtbaurat Christoph Nolda (Grüne) am Dienstagabend im Ausschuss für Umwelt und Energie der Stadtverordnetenversammlung auf Anfrage der FDP-Fraktion.

Gefahr für Raubvögel

Der VGH hatte die geplante Errichtung eines Windparks im Raum Sontra (Werra-Meißner-Kreis) Mitte Dezember vergangenen Jahres unter anderem untersagt, weil die Richter den Greifvogelbestand, besonders des Roten Milans, in der Region gefährdet sahen. Diese Gefahr, so Nolda, bestehe in der Söhre nicht.

Grund: Während die Windräder bei Sontra in einem offenen Gebiet errichtet werden sollten, in dem Greifvögel bevorzugt auf Jagd gingen, befinde sich der Windpark in der Söhre in einem Waldgebiet.

Nolda betonte, dass es sich bei der Genehmigung von Windkraftanlagen um ein „kompliziertes Verfahren“ handele. Grundlage einer Genehmigung sei unter anderem die Einhaltung des Naturschutzes. Dies sei in der Söhre der Fall.

Deshalb gehe von der Windkraftanlage in der Söhre keine Gefahr für Raubvögel aus. Auch drohe der Anlage in der Söhre durch das jüngste VGH-Urteil weder eine Stilllegung, wie von der FDP befürchtet, noch sei mit finanziellen Konsequenzen für die Betreiber zu rechnen. (bho)

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