Platz für 490 Mitarbeiter

Wingas baut neue Firmenzentrale in Kassel

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Wingas am Königstor: So soll die Firmenzentrale aussehen.

Der Ferngashändler Wingas bleibt Kassel treu. Das Unternehmen teilte am Donnerstag mit, dass am Königstor im Stadtteil Mitte eine neue Firmenzentrale gebaut wird. Bisher hat Wingas 330 Mitarbeiter in Kassel. Der Neubau am Königstor auf dem Gelände von Karl & Co soll Platz für 490 Mitarbeiter bieten.

Aktualisiert um 18.22 Uhr.

Der Neubau ist ein Bekenntnis zum Standort Kassel. Wingas ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Kasseler BASF-Tochter Wintershall und des russischen Konzerns Gazprom. Am Ende des Jahres werden die Russen Wingas übernehmen, wenn die Europäische Union zustimmt. Daher hatte es Überlegungen gegeben, die Firmenzentrale nach Berlin zu verlegen. Dies sei nie Wunsch von Gazprom gewesen, sagt Gerhard König, Vorstand bei Wintershall und für Wingas zuständig. Ziel sei eine effizientere Struktur bei dem Ferngashändler gewesen, dessen Mitarbeiter über mehrere Standorte in Kassel verteilt sind.

Mit der neuen Firmenzentrale werde man das erreichen: Der Bürokomplex soll nach HNA-Informationen 20 Millionen Euro kosten. Bauherr ist die OFB Projektentwicklungs GmbH, eine Tochter der Immobiliengruppe der Hessischen Landesbank Helaba. Wingas mietet den Neubau zunächst für 20 Jahre und will Anfang 2015 einziehen. Wingas ist einer der größten Steuerzahler in der Stadt Kassel. Das Unternehmen erzielte mit zwei weiteren zur Wintershall gehörenden Handelsgesellschaften ein Ergebnis für den Erdgashandel von 482 Millionen Euro vor Steuern und Zinsen. Das Unternehmen sei auf Wachstumskurs, sagte König.

Gazprom wolle es als „Sprungbrett für den europäischen Markt“. Das Personal werde schrittweise aufgestockt. Das Wingas-Schwesterunternehmen Gascade, zuständig für das Gasnetz, mit 300 Mitarbeitern in Kassel, und der Ergasspeicherbetreiber Astora mit 40 Mitarbeitern ziehen nicht um.

Ausführliche Hintergründe zu der Neubau-Entscheidung lesen Sie in der HNA-Freitagsausgabe.

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