Salzlager der Stadtreiniger sind gut gefüllt

Frostiges Wetter: Kasseler Winterdienst ist gut gerüstet

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Jedes Steufahrzeug wird – wie hier im Bild mit Markus Strehl – mit Sole betankt. Diese Salzlösung wird später beim Streuen mit dem Salz vermischt. Der Effekt ist, dass insgesamt weniger Streugut verbraucht wird.

Kassel. Der Herbst ist noch nicht vorbei, und schon müssen die Stadtreiniger mit ihren Streufahrzeugen raus. „Ab 4 Uhr morgens ist unser gesamtes Winterdienstteam mit rund 110 Mitarbeitern auf den Beinen“, sagt Birgit Knebel, Sprecherin der Stadtreiniger.

Wegen der Kälte sei überall in Kassel mit überfrierender Nässe zu rechnen.

Bereits am Dienstag waren bei Glätte und Raureif in aller Frühe 46 Mitarbeiter im Einsatz gewesen. Acht Fahrer mit Räumwagen streuten verkehrswichtige und gefährliche Straßen im Stadtgebiet. „Auch an Tramhaltestellen, Ampelübergängen und Überwegen war der Winterdienst im Einsatz“, sagt Birgit Knebel.

Sorge mit Blick auf den nahenden Winter hat sie nicht. Die Salzlager sind gefüllt, alle 40 Fahrzeuge, darunter elf große Räum- und Streufahrzeuge, sind bereit für den Einsatz. Allein im Lager auf dem Gelände der Stadtreiniger in Bettenhausen liegen 1200 Tonnen Salz, weitere 500 Tonnen Salz stehen als Reserve bereit. Zudem sind drei große Tanks mit 84.000 Liter Sole gefüllt. „Sole ist eine Salzlösung, die mit dem Salz vermengt wird, bevor es auf die Straße gestreut wird“, sagt Knebel.

Nur selten Engpässe

Zwar reichten diese Mengen für einen Winter nicht aus. „Jedoch ordern wir immer rechtzeitig nach, sobald das Lager halb leer gefahren ist“, sagt Knebel. So seien im Winter 2012 / 13 4050 Tonnen Salz und 880 Tonnen Sole verbraucht worden, im Winter 2011 / 12 dagegen nur 1200 Tonnen Salz und 460 Tonnen Sole. Einen Versorgungsengpass habe es erst einmal gegeben – „das war 2010 / 11, als innerhalb kurzer Zeit viel Salz benötigt wurde“, sagt Knebel. Insgesamt gesehen sei in diesem Winter aber weniger verbraucht worden als noch im vergangenen Jahr – nämlich 3400 Tonnen Salz und 900 Liter Sole. Die Kosten für einen Winter liegen zwischen einer und drei Millionen Euro. Die Stadt als Auftraggeber zahlt die Zeche.

Die Stadtreiniger räumen und streuen fast alles, was öffentlichen Charakters und verkehrlich von großer Bedeutung ist (siehe Kasten). Eine Ausnahme sind zum Beispiel die Tramgleise, für die die KVG selbst zu sorgen hat. Für das Räumen von Gehwegen vor Privathäusern ist grundsätzlich immer der Eigentümer verantwortlich – oder der Mieter, wenn ihn der Vermieter entsprechend in die Pflicht genommen hat.

Von Boris Naumann

Infos zum Winterdienst der Stadtreiniger gibt es unter Tel. 0561 / 50 030.

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