Wintershall investiert in Erdölförderung in Emlichheim

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Blick auf einen Betrieb der Wintershall Holding. Seit mehr als 70 Jahren wird in der Grafschaft Bentheim Erdöl gefördert. Dabei setzt der Erdölproduzent Wintershall auf seismische Messungen zur Feststellung von noch unentdeckten Ölfeldern.

Kassel. Die BASF-Tochter Wintershall erkundet derzeit das Erdölfeld Emlichheim direkt an der niederländischen Grenze. Die Ergebnisse sollen die Grundlage für die Entscheidung sein, wo künftig neue Bohrtürme aufgebaut werden sollen.

Das Unternehmen rechne damit, auf seinem größten Förderfeld in Deutschland noch für Jahrzehnte Öl fördern zu können, sagte ein Unternehmenssprecher. Bis Ende Februar sollen die Untersuchungen abgeschlossen sein. Die Auswertung der Daten wird aber bis zu einem Jahr dauern. Wintershall macht seismische 3-D-Untersuchungen, bei diesen Messungen wird der Untergrund mit Schallwellen untersucht.

Bereits im Sommer hatte Wintershall 13 neue Bohrungen auf dem Erdölfeld abgeschlossen. Mit ihnen wird Erdöl aus einer Tiefe von 700 bis 900 Metern gewonnen. Wegen der zähen Konsistenz des Öls verwendet Wintershall seit 1981 das sogenannte Dampfflutverfahren. Dabei wird 300 Grad heißer Dampf mit einem Druck von rund 100 Bar in die Lagerstätte gepresst. Das Öl sitzt in porösem Gestein. Durch das heiße Wasser erwärmt es sich, wird dünnflüssiger und kann leichter gefördert werden. Über Tage werden Wasser und Öl wieder getrennt.

Im Jahr 2016 wurden in Deutschland 2,36 Millionen Tonnen Erdöl gefördert. Die beiden größten Erdölförderländer sind Schleswig-Holstein und Niedersachsen, die zusammen für fast 90 Prozent der deutschen Produktion stehen. Nach Angaben des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) sinken die Fördermengen. (lni)

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