Öl- und Gasproduzent wächst und lässt eine Schule bauen

Wintershall schafft 60 neue Stellen in Kassel

Rainer Seele

Kassel. Der Kasseler Öl- und Gasproduzent Wintershall will im kommenden Jahr 60 neue Jobs von allem im Bereich Forschung und Entwicklung schaffen. Das erklärte Dr. Rainer Seele im Gespräch mit unserer Zeitung.

Gleichzeitig bekannte er sich klar zum Standort. „Wir sind und bleiben in Kassel“, sagte er. Zurzeit beschäftigt die international tätige Gruppe weltweit fast 3000 Menschen, davon 1200 am Unternehmenssitz. Darin enthalten sind 330 Beschäftigte des deutsch-russischen Gashändlers Wingas, an dem Wintershall 50 Prozent hält. Die gehen zum Jahreswechsel an den Partner Gazprom über, der im Königstor für 20 Millionen Euro eine neue Firmenzentrale errichten und sein zentraleuropäisches Gasgeschäft von Kassel aus massiv ausweiten will. Als Grund für den Verbleib von Wingas in Kassel nannte Seele das Votum der Beschäftigten. „Die wollten nicht weg, weil sie sich hier sehr wohlfühlen“, sagte er.

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Um die Attraktivität Kassels weiter zu steigern, lässt Wintershall eine internationale Schule auf der Marbachshöhe bauen. Dort sollen ab dem Schuljahr 2014/15 sowohl Kinder von Wintershall-Beschäftigten als auch von anderen Unternehmen zweisprachig lernen. Investor und Betreiber der Einrichtung ist das private Bildungsinstitut Swiss International School (SIS). In Kassel arbeiten für Wintershall 180 zumeist hochqualifizierte Ausländer aus 40 Nationen. Seele kündigte eine engere Forschungskooperation auch mit der Universität Kassel an ohne Details zu nennen.

Gleichzeitig forderte Seele ein Ende der Defizitdebatte zu Kassel-Calden. „Der Flughafen ist eine Bereicherung. Wintershall nutzt ihn regelmäßig und in zunehmenden Maße, und ich denke, dass Gazprom dies in Zukunft auch tun wird“, sagte er.

Von José Pinto

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